My wonderland
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Heute war wieder einiges los in der Schule. Ich bin so gestresst von den ständigen Diskussionen und genervt, von gewissen MItschülerinnen und enttäuscht von mir selbst. Ich bin traurig, weil Eva und ich uns auseinanderleben, definitiv auseinanderleben, egal, wie erbittert wir dagegen ankämpfen, und enttäuscht wegen der Philosophiestunden, die anspruchslos werden und an Qualität verlieren (zumindest eine Sache, in der Eva und ich uns einig sind).

Heute war Elternsprechtag.
Ich spielte mit den Kids, weil ich es ihnen gestern Abend versprochen hatte. Meiner kleinen Cousine und meinem Cousin. Sie lieben es, mit mir zu spielen und auch ihre Freunde, weil ich für jeden Käse zu haben bin, mit ihnen Trampolin springe, TipTop spiele, und bei Wasserbombenschlachten mitmache. Und weil ich mir immer neue Spiele einfallen lassen, weil wir nicht auf lahme Brettspiele zurückgreifen wollten. Die kleine Freundin meiner Cousine und ein Freund meines kleinen Cousins waren auch da. Und natürlich erwarteten sie wieder etwas Neues, Aufregendes von mir.
Ich war gestresst und erschöpft vom Alltagsleben, aber ich überwand mich und spielte erst mit ihnen Verstecken, bis meine Tante genervt war, und dann erfand ich ein neues SPiel mit der Hilfe der Kinder:
Jungs gegen Mädels. 2 : 3. Jeder bekam 8 Zettel und schrieb darauf jeweils etwas, was dann derjenige tun müse, der den Zettel anschließend zieht. Z.b: Du musst einen Löffel Mehl essen. viel Spass
oder
Du musst versuchen, auf einem Bein zu stehen, während wir versuchen, dich zum lachen zu bringen (Anfassen nicht erlaubt).
Ich zog einen Zettel der Jungs und musste eine Nr. anrufen. Es meldete sich die Mutter des Freundes meines kleinen Cousins. (Sehr witzig) "Hallo. Ist das Günther Kant?" "Nein, da sind sie falsch." "Oh, dann muss ich mich verwählt haben, tut mir leid." "Kein Problem."
Die Kinder lachten sich kaputt. Stefan, der Junge, meinte: "Bei mir Zuhause kann man sehen, wer angerufen hat." Er kichterte.

Um 18.15 Uhr holte mich meine Mutter zum Elternsprechtag ab.
Die Aula war erfüllt von einem Geruch nach Kaffee und Kuchen und ein dumpfes Geräusch von freundlichen Stimmen hallte durch den Raum. Ein idyllisches Bild. Die Eltern der Schüler und Schülerinnen, die freundlichen Lehrer, Friede Freude Kaffee und Kuchen.
Meine MUtter und ich dachten dasselbe: Oh Gott, was machen wir hier?!
Ich sichtete Prof Z., der mit einem Kafee in der Hand die Treppe hochging und mich anblickte.
Wir suchten die Toilette auf und belaberten die Situation. "Weißt du, ich mach das eigentlich nur für dich.", sagte ich zu meiner Mom. "Ich dachte, du magst so was." "Ich?", rief sie. "Ich mag das hier gar nicht. Ich mach das doch nur für dich!"
"Verdammt!", sagte ich. "Was machen wir dann hier?"
Wir argumentierten weiter, bis wir die Treppe zu Prof. Z. hochliefen, der am Ende der Treppe wartete und sagte: "Ah... ich glaube, Sie wollen zu mir."
Ach, wie freundlich alles war.
"Bitte schön.", er wies mit der Hand, freundlich lächelnd, zum Klassenzimmer, in dem zwei Stühle vor einem Tisch warteten, an dessen anderen Ende er Platz nahm.
Wir setzen uns.
Er sei überrascht gewesen, dass meine Mutter einen Termin ausgemacht habe, meinte er.
Sie sagte, sie wolle wissen, wie alles laufe, auch mit der FBA (brav, Mom, brav. Ich hatte sie informiert).
Er meinte, es laufe hervorragend, ich mache das wirklich großartig. "Die Maria und auch die Eliasebth (*grr* Screw her!), machen das beide, also wie ich das vergleichen kann, mit dem, was ich von anderen Schulen gelesen habe, wirklich sehr gut. Genauso sollte man das machen. Es ist natürlich nicht ganz perfekt, aber so arbeitet man wissenschaftlich auf der Uni."
Meine Mutter war gerührt. Sie sei ganz stolz auf mich, sagte sie.
"Ja, das können Sie auch sein.", meinte er.
"Wir leben nun seit 3 Jahren getrennt, die Maria und ich.", meinte meine Mutter, und ich befürchtete schon, es würde nun noch sentimentaler werden.
"und da möchte ich eben informiert sein.", sagte sie. (puh)
Er verstand.
"Und sie will das dann ja auch studieren.", meinte Mom. "Ahja?! Aber nciht auf Lehramt!", sagte er gleich. Weil man keine Plätze mehr bekomme. Es gäbe so viele, die das studieren, dass es Wartezeiten von einigen Jahren gäbe.
Hm, das macht mir einen Strich durch die Rechnung. Aber die Idee auf Lehramt zu studieren, war neu, also werde ich mir eben was anderes einfallen lassen. Publizistik vielleicht.
"Und im Unterrichtsfach Philosophie hat die Maria...", er zückte seinen Taschenrechner. "94 Punkte. Und für das Halbjahr braucht sie... 84 Punkte." Ich grinste.
"Ja, also... und für das Ganzjahr... 111 Punkte."
Oh Mann! Ich hatte gar nicht gewußt, dass ich bereits so viele Punkte habe!
Er meinte, er erwarte von mir nur noch, dass ich mitschreibe und aufpasse, und ich müsse auch die schriftlichen Mitarbeiten nicht machen und die Arbeitsblätter.
Ich solle mich im zweiten Halbjahr mehr auf die Dinge, die Fächer konzentrieren, die dann bedeutender sind, um das Schuljahr gut abzuschließen.
Verstehe.
111-94, das sind noch 17 Punkte, die mir fehlen, um eine 1 am Ende des Jahres, also im Mai/Juni zu haben.
Wie geil!
Er meinte, dass ich aber 16 neue Punkte im neuen Halbjahr brauche. "Aber das ist ja kein Problem!" "Überhaupt nicht. " "Du musst nur im Unterricht mitarbeiten, aber das wirst du ja sowieso tun." "Ich kann nicht anders.", sagte ich.
Wir scherzten noch über Mathematik, nicht nur wegen des Taschenrechners, sondern weil klar war, dass das einfach nicht unsere Stärke ist, und verabschiedeten uns. Freundlichst.

"Und wohin jetzt?", fragte meine Mutter.
"Hier rum. Zu meinem Klassenvorstand, Prof. Häusle."
Prof. Häusle ist ein sehr pünkltlicher Mann und unser Termin war erst in 6 Minuten (man kann jeweils 5 oder 10 Minuten buchen) und so warteten wir vor der TÜr. Ich sah meine Deutschprofessorin Frau Prof.Sinz wartend in ihrer Klasse nebenan stehen.
Ich grüßte sie.
"Meine Deutschprofessorin", sagte ich zu meiner Mutter.
Wir standen herum, bis meine Mutter zaghaft in ihr Klassenzimmer ging und sagte, sie warte nur auf einen anderen Termin. "Oh, ich auch.", meinte sie (freundlichst... aber sie ist generell eine freundliche Natur) "Bitte." Wir setzten uns auf die vorbereiteten Stühle.
"Wissen Sie, in Deutsch," fing meine Mutter an (und ich wußte, dass der übliche Scherz folgen musste, den sie immer gegenüber unseren Deutschprofessoren macht.) "dürfen mich meine Kinder nicht entdeutschen." Wir lachten.
"Also in Deutsch..", sagte meine Professorin. "Ist die Maria... ja, also.. einfach sprachenbegabt."
Und da fing meine Mutter nun wirklich an, zu weinen. "Ich bin eben so gerührt.", sagte sie. "Och, Mom, ich lächelte. "Du musst doch nicht weinen."
Es war unglaublich filmreif.
"Ja, nicht nur sprachbegabt, auch das intelektuelle Talent..", wollte Prof. Sinz forsetzen... Meine Mutter schmolz dahin.
"Soll ich noch mehr weitermachen?", fragte mich Prof. Sinz grinsend. "Ja, nur zu!", lachte ich.
Aber wir mussten uns verabschieden, da Prof. Häusle auf uns wartete.

Er war natürlich auch besonders freundlich, aber ehrlich freundlich. Er kann gar nicht anders, als freundlich zu sein.
Er begrüßte uns, wir nahmen Platz.
"Ja, die Maria.... in Mathematik hat sie sich ja nie schwer getan.", meinte er und ich sah meiner MUtter an, dass sie sich da ein Lachen verkneifen musste. "Die 2 jetzt in der Schularbeit.. sehr gut, also, ja.."
Ich war zufrieden.
"Und wegen den Verspätungen..."
Ohje. Ich hatte meine Mom bereits vorgewarnt.
"Ja.. also wir haben da eine Abmachung und so geht es ganz gut. Aber sie gibt mir das Gefühl, dass ihr das Nachsitzen nichts ausmacht."
"Doch, doch, schon.", sagte ich schnell.. Es war mir tatsächlich relativ egal, aber seit er mich in den Nachsitzstunden mit Mathe quält, ist es wirklich nciht mehr so lustig, als wie ein Buch zu lesen.
Wir hatten das Anfang des Schuljahres in der Pause besprochen.
Er meinte, er sei gnädig mit mir, er hätte mir auch eine völig sinnlose Arbeit zuteilen können. Z.b. einen Aufsatz zu schreiben. Oh, hätte er es doch gemacht! Ich schrieb ihm letztes Jahr eine drei Seiten Erörterung über Zuspätkommen und hätte gut und gern noch 10 Seiten mehr schreiben können.
Aber diese Matheaufgaben... "Es ist eben in meinem Sinne," hatter er zuvor gesagt, wie immer lächelnd, "dass aus dir eine gute Mathematikerin wird!", meinte er. Oh, wie niedlich! Er gibt die Hoffnung nie auf!
"Aber", sagte ich. "Das hier ist sinnlos!"
"Mathematik ist doch nicht sinnlos.", beteuerte er bestimmt aber freundlich und ein wenig irritiert.
Dass ich 2en und 1en, aber auch 5en schreiben kann, je nach Lust und Laune, ist ihm immer noch ein Rätsel.
Nun, meine Mutter war wegen der Verspätungen doch nicht so erfreut. Aber auch nicht verärgert.
"Mit der Maria kann man auch immer sehr gut reden," meinte Prof. Häusle. "Sie versteht Argumente sehr gut." Oh, wie nett. Dieses Reden in der dritten Person von der "Person Kind/Schülerin" kam langsam schräg.
Um 18.45 Uhr stand Prof. Häusle auf. Er meinte, er habe nun leider den nächsten Termin, er wolle nur noch einen Satz im Hinausgehen sagen.
Er ist zwanghaft pünktlich, es war ihm nicht übel zu nehmen.
"Wegen Französisch."
Oh Gott!
Ja, die 5. Diese dumme 5 in Französisch.
Er informierte sie darüber und meinte, wir Schüler sollten eben etwas kooperativer sein.
Kooperativ??! Ja, ich verstand, was er meinte und wir verabschiedeten uns überfreundlichst.
"Wo ist denn deine Französischprofessorin?", fragte meine Mutter. "Soll ich ihr die Meinung sagen? Soll ich sie ein wenig auf Pädagogik anreden?" "Mom, nein, schon gut, bitte nicht. Die Frau ist frustriert genug!" "Soll ich ihr eine Beratung empfehlen? Coaching, Frau Prof, Coaching!" "Nein, schon okay, Mom." "Oh! Ich könnte ihr beim Hinauslaufen meine Karte geben!"
"Nein! Lass es! Die ist ja arm genug. Ich meine.... als Person ist sie ja okay, aber als Lehrerin... nein.. aber das tut mir ja leid für sie."
Meine Mom klopfte bei Prof. Marks Klassenzimmer an. Sie öffnete und blickte uns irritiert an. "Können wir.. auch ohne Termin, völlig unangekündigt vielleicht...", fragt sie.
"Nein, das geht nicht, wirklich nicht.." sie wies uns ab, weil bereits der 19.00 Uhr Termin wartete.
Wir gingen weg. "Ich kenne sie!", sagte meine MUtter. "Mir fällt nur nicht ein, woher!" "Echt jetzt?" "Vielleicht aus einer Beratung!" (oh, ich hoffe nicht.)
Wir blieben im Flur stehen und berieten die Situation, dann gingen wir Café trinken.

Wir redeten über die Vergangenheit, über Lukas, Naomi und über James und ich erzählte ihr von der Idee, mit James für ein Jahr zusammen zu ziehen und mir eine Auszeit nach der Matura zu nehmen.
"Klar!" sagte sie. Ich war überrascht. Ich hatte mir eine wesentlich negativere Reaktion erwartet.
"Das habe ich Lukas auch angeraten. Mach das. Wenn du das willst."
Sie war heute so stolz auf mich, es war ein guter Zeitpunkt gewesen, zu fragen!
Super. James und ich hatten die Idee schon länger (ursprünglich wollten wir nach Wien) und wenn es klappt, freut mich das ungemein!

Ich kam nach Hause und traf Sami. Er ist in letzter Zeit nicht oft zu Gesicht zu bekommen, er arbeitet viel und wenn er frei hat, schläft er, oder ist unterwegs.
Kein Wunder. Er wird radikal rausgeschmissen. Sein Zimmer ist ungeheizt und die Kartons stehen übereinander, halb gepackt, halb fertig und er hat noch nicht einmal eine Wohnung gefunden.
Dass meine Tante und mein Onkel so hart sein könnten, hätte ich mir eigentlich nicht gedacht.
Ich redete mit Sam darüber. Aber Sam schlägt sich schon durch. So jemand wie er lässt sich nicht unterkriegen. Er hat ja bereits wieder einen Job, einen guten Job, einen super Chef von seinem Kaliber und ein gutes Einkommen. Nur mit der Wohnungssuche klappt es nicht. Wir sind eben beide definitiv internetsüchtig.
Wir redeten zu dem Thema auch über meinen Ex, Andi, aber dazu will ich nun eigentlich nicht weiter schreiben.

Gute N8 Welt!
Ich hoffe immer noch, auf Verstand. Mein Herz soll für ein paar Monate erstarren.

13.12.06 00:12
 


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