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Oh Yes, it's Lady's Night 

Viel ist passiert in letzter Zeit, aber ich habe keine Lust, alles extra niederzuschreiben:
In Kurzversion: James und ich waren auf der Gruftie-Party am Freitag in D., trafen dort viele Leute, die wir kennen (auch Tammi, Markus, Nadja, Laura..), betranken uns, tanzten viel und hatten eine Menge SPass.
Ich bin eifersüchtig wegen Tammi, oder einfach auch schrecklich genervt von ihrem "James ist so toll, James ist ja so suess, James mach mal n'Kunststück... ist er nicht super?!" und irgendwie kann ich ihr nicht mehr so ganz vertrauen. Entweder macht mich meine Eifersucht paranoid, oder es sie hegt tatsächlich Absichten, mir James als besten Freund hinter meinem Rücken auszuspannen?!
Das bringt mich echt in einen Konflikt, denn eigentlich habe ich Tammi sehr lieb, aber wenn sie sich an Jay ranschmeisst, werde ich so wütend.
Als wir wieder bei mir Zuhause waren, meinte er, sie habe ihn auf ein Fotoshooting eingeladen. Aha??
Zum Glück ging er nicht hin...
*seufz* Es ist lächerlich, mein Verhalten im Bezug auf James. Ich wünsche ihm nur das Beste, und es macht mir ja eigentlich nichts aus, wenn er mit irgendwem Zeit verbringt oder eine neue Freundin hat... aber Tammi scheint meine Freundschaft zu ihm zu bedrohen und das ist das Einzige, was mir weh tun könnte.
Aber eigentlich sollte ich mir keine Sorgen machen. Denn auf der Party merkte ich auch, dass Jay mir gleich alles erzählt, mich zur Seite nahm, wenn es etwas Neues gab... Und so leicht zerbricht das, was wir haben, sicherlich nicht.

Ich war bei der Buchvorstellung von Christoph Ransmayrs neuem Roman "Der fliegende Berg", was ein geniales Buch ist, ließ mir zwei Ausgaben seiner  Werke signieren und führte eine sehr komische Unterhaltung mit ihm, betrank mich anschließend mit Nadja bei mir Zuhause, während wir uns Gilmore Girls ansahen und laberten.

Vor zwei Tagen waren wir im Deutschen Museum in München, mit der Klasse, aber es war mehr öde, als interessant. Technik fasziniert mich einfach nicht so richtig.

Nadja ist heute in die Türkei abgereist.

Mein Vater sagte zu meiner Tante, er hätte mich seit Mai nicht mehr gesehen, was so was von unwahr ist, dass es mich schon wieder aufregen muss.

Am Anfang des Abschlussjahres ist es hier üblich, dass die Klassen "Käpplefest" haben. Man bekommt ein "Käpple" überreicht, das wie die alten Studentenkappen von früher, aussieht und feiert dann den Einstieg zur Matura.
Unsere Klasse war hierzu mit der Nebenklasse und den Lehrern Abendessen und anschließen ist so einem komischen Tennisheim zum Feiern. Aber da dieses Tennisheim ziemlich suckte, verbrachten die Leute in Partylaune, die anderes gewohnt sind, die meiste Zeit im Freien. Wir tranken selbst mitgebrachtes, das wir in Angis Auto verstauten, drehten Sound auf (Angi fährt ein kleines, klappriges, weisses Auto, dessen eingebaute Anlage und Boxen sicher mehr gekostet haben als das Gefährt selbst *g*), kifften mit Martin (der seinen eigenen Anbau endlich ernten konnte) und hatten auch so unseren Spass.
Später fuhren wir in die nächste Disco, die nicht weit von mir Zuhause entfernt ist und feierten dort noch ab. Es macht echt Spass mit den Leuten aus meiner Klasse, wer hätte das gedacht?!
Wir tanzten ab (ich sogar auf dem Table - OMG - weil Baumi mich mal wieder herausforderte und ich da nicht "nein" sagen kann), unterhielten uns, tranken weiter, das übliche.

Und GESTERN trafen Eva und ich uns mit:
- Janine, der blonden Playboy-Tussi (sie steht auf die Marke), ein Einzelkind, das von seinem Daddy alles bezahlt bekommt, und die klein, dünn, wie gesagt blond ist, blaue Augen hat und alles in Allem schon so klischeehaft ist, dass es beinahe schmerzt *s*. Ich habe sie nie richtig gemocht, aber auch nie gehasst. Und seit einiger Zeit komme ich sehr gut mit ihr aus. Klar, sind wir extrem verschieden, aber ich habe das Gefühl, seit die Kiddies meiner Klasse teilweise "erwachsen" werden, sind sie weniger hinterhältig und mehr vernünftig. Und wir haben eigentlich auch keinen Grund, einander nicht zu mögen.
- Kathi, der braunhaarigen Schönheit, die früher mollig, jetzt sehr hübsch und weiblich ist und die wohl einstimmig zur schönsten Frau der Klasse gewählt werden würde. Kathi mochte ich schon immer, sie ist witzig und klug und alles andere als kindisch.
- Angi: Angi ist eine sehr eigene Persönlichkeit. Angi mag ich sehr gerne und wir kommen gut aus, vielleicht, weil wir in der Vergangenheit teilweise ähnliches durchgemacht haben. Wenn Angi ausflippt, gibt es kein Halten mehr, dann wird sie rasend und ist kaum mehr zu beruhigen. Aber Angi hat ein gutes Herz, auf jeden Fall, ist hilfsbereit, intelligent (beinahe Klassenbeste), sieht auch gar nicht schlecht aus und ist übrigens fast genau gleich alt wie ich.
-Sarah: Ich saß neben ihr in der 6. Klasse. Sie war immer die Aussenseiterin, wobei in meiner Klasse die Aussenseiter eigentlich immer in Ruhe gelassen werden. Nur - Sarah wollte immer schon zu der Truppe Angi-Kathi-Janine gehören und wurde vor allem von Janine eigentlich nie ernst genommen. Sie ist sportlich (trainiert seit einigen Monaten), blond, aber man würde sie nicht natürlich-schön nennen. Inzwischen kommen  alle gut mit ihr aus.
Sarahs Mutter ist sehr streng. Ich sage nur: Kein Sex vor der Ehe.

Wir betranken uns alle ordentlich, tanzten und irgendwann setzte jener Zustand bei mir ein, wenn ich betrunken im K-S. unterwegs bin:
Ich bewege mich wie im Traum von einem Ort zum anderen, von einer Person zur Nächsten, rede mal hier, mal da mit jemandem, tanze, laufe raus, telefoniere, trinke, kiffe... mache einfach alles mögliche, aber alles wie im Traum, sodass ich am nächsten Morgen die Fetzen meiner Erinnerung an die Vergangene Nacht so gut wie möglich zusammenstückeln muss, um die Geschehnisse zu durchschauen. Meist habe ich einfach bestimmte Szenen im Kopf.

Z.B. wie ich Detlef traf, als ich mit Janine aus dem Club rauslief, um die versteckte Sektflasche zu trinken.
Und was macht Detlef? Er stellt sich Janine als "Schulsprecher der HTL R." vor. *lol* Ja, er wurde zum Schulsprecher gewählt und seither reibt er das jedem gleich unter die Nase, ob es denjenigen interessiert, oder nicht (meist letzteres) und meint "jetzt habe ich 4 Leute unter mir und wenn ich was will, kann ich die einfach herumscheuen und sie müssen tun, was ich will". Ja, sicher, das hätte er wohl gerne *g*!
Als Detlef das Janine erzählte (ich hatte das Ganze schon zuvor min. 4x schon gehört), grinste sie ihn nur an, und stupste mich in die Seite. Sie fand ihn genauso lächerlich wie ich und lachte sich halb kaputt, als wir weiter weg waren *fg*.

Oder: Wie wir draussen Sekt tranken,

oder: wie ich fremde Mädels auf dem Männer-WC traf und mich mit ihnen unterhielt, sie mein "käpple" aufsetzten und mich diese nette Hübsche umarmte, als ich sie auf 21 schätzte (keien Ahnung, wie alt sie wirklich ist).

Oder: Wie ich alleine tanzte, weil Eva sich mit ihrem Ex unterhielt und mir das eigentlich so was von egal war. Ich mit irgendeinem Mädchen und deren Kumpels abshakte und lachte und von irgendwelchen Kerlen angemacht wurde, was mich aber wenig interessierte

Oder: Wie ich mit Janine auf die Tanzfläche ging (wieso war ich eigentlich allein mit Janine unterwegs?) und wir abtanzten und Spass hatten und mich irgendein gutaussehender Typ der oben ohne war, antanzte, was mir gefiel, aber mich auch nur bedingt interessierte.
Ich hatte gestern einfach so keinen Bock auf Männer und Anmachen oder "Rummachen".... keine Ahnung, weshalb. Mir reichte es, Spass mit den Mädels zu haben !

Oder: Wie wir gegen Ende alle zusammen tanzten und headbangten und rumhüpften...
und wie Eva plötzlich zu mir sagte, es sei komisch, aber sie würde sich im Moment gerade irgendwie wünschen, dass ich zu ihr wie zu Bianca wäre (und sie weiß, dass Bianca und ich ab und zu was miteinander haben).
DAS war schräg! Ich tanzte sie daraufhin an udn machte sie ein wenig an, aber ich hätte sie vielleicht fragen sollen ob sie sich sicher ist und sie dann einfach küssen. Ich würde einerseits schon gerne wissen, wie es ist, mit Eva was zu haben, vor allem, weil sie noch nie was mit einer Frau hatte, andererseits... es ist Eva. Es wäre schräg...

Oder: Wie ich Martin im Getümmel traf, als ich alleine unterwegs war, mit ihm nach draussen ging und einfach vor der Tür mit ihm kiffte (es sagte keiner was), dann mit Baumi telefonierte, der uns erzählte dass Sarah mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus läge.
Oh, Shit!!
Die arme Sarah. Ich habe heute mit ihr telefoniert und sie fühlt sich, verständlicherweise, total elend. Die Ärmste. Ausgerechnet sie!
Aber zum Glück ist noch alles gut gegangen.

Oder: Wie ich Manfred traf, den besten Freund meines Ex-Patrick, der mich im Enjoy schon so angemacht hatte. Ich lachte ihn aus und spielte mit seiner Geilheit und er tauchte hier und da wieder auf, aber ich hatte auch keine Lust, mit dem was anzufangen.

Und schließlich: Wie wir mit Angi nach Hause fuhren, Detlef mit im Gepäck, er wohnt ja bei Eva und mir um die Ecke

Und schlußendlich: Wie ich Zuhause ankam, Manuel mich im iCQ anschrieb und ich eine halbe Stunde mit ihm telefonierte!
Ich war betrunken, bekifft und telefonierte eine halbe Stunde mit Manuel! OMG! Wieso? Wie dämlich!
Naja. Wir redeten über meine FBA, über Reichtum, Macht und GEld und ich glaube er hat seine Bewunderung für mich gänzlich verloren.
Ich torkelte ins Bett und hätte mich beinahe in den Schlaf geweint, weil mir die Erinnerung an die Zeiten mit Manuel immer noch so schrecklich weh tun, wenn sie auftauchen, ermahnte mich dann aber und schlief ein.

Was für eine geile, geniale Nacht ! Ich habe selten so viel Spass gehabt!

 26. Oktober 2006, 19.50h

26.10.06 19:52


Do I like like you?

Do I like like you?

Ich werde um meine Philosophiestunden beraubt. Es ist tragisch! Die letzten drei Mal fielen die Philosophie-Wahlpflichtfachstunden aus, weil Prof. Z. Abiturenten prüfen musste, und heute war er krank.
Die erstmalig stattfindende Philosophieolympiade hat ihr erstes Treffen auf genau den Dienstag fixiert, an dem unsere Klasse ins Deutsche Museum nach München fahren wird. Fuck!
Ich sollte den Veranstaltern eine Email schreiben, oder mit Prof. Z. sprechen, denn unser Klassenvorstand genehmigte Marion, Ramona und mir nicht, an diesem Treffen teilzunehmen, da amselben Tag eben dieser Ausflug nach München stattfinden soll.
Ich war darüber so verärgert, dass ich am Liebsten einfach den Reisebus nach München verpassen würde, aber das brächte mir in Endeffekt gewiss Ärger ein und die 20 Euro Reise- und Eintrittskosten würden mir dennoch berechnet, die ich aus eigener Tasche bezahlen muss, weil Mom mir mein Taschengeld noch nicht gebracht hat und meine Monatsausgaben für diverse obglitaroische Sachen wie Schulmaterialen, Medikamente, Vorlesungen, etc. schon aufgebraucht ist. Allein schon das "Maturakäppchen", das wir hier traditionell Anfang der Abschlussklasse erhalten, als Zeichen dafür, dass wir von nun an Abiturenten sind und uns freiwillig für Bildung und Wissen aussprechen (ich könnte morgen mit der Schule aufhören, wenn ich wollte), kostete mich 45 Euro. Money sucks!

Ich bin gelangweilt. Hätte zwar dies und jenes zu tun, aber auf Arbeit habe ich gerade wirklich keine Lust und nachdem ich mir in den vergangenen 7 Tagen schätzungsweise 30-50 Folgen Gilmore Girls angesehen habe, kann ich, so spannend und genial die Serie auch ist, Rory und Lorelai gar nicht mehr sehen.
Simpsons... ja, Simpsons wären vielleicht gerade richtig.

Der Samstagnachmittag spukt noch immer in meinen Gehirnwindungen herum und lässt den Namen "James" ständig über meine Lippen purzeln. Der absurde Gedanke: Mag ich ihn doch mehr, als ich dachte?! verfestigte sich Stück für Stück in meinem Kopf und ich denke ernsthaft darüber nach, ob ich mich gerade in meinen besten Freund und großen Bruder verliebe.
Absolut absurd! Ich würde nie auf die Idee kommen, daran zu denken, wie es wäre, James zu küssen und ich will ihn mir schon gar nicht nackt vorstellen.
Aber es wundert mich schon, dass ich mich in James, der eigentlich der perfekte Mann ist (freundlich, zuvorkommend, großzügig, klug, lebenserfahren, hilfsbereit, liebenswürdig, kindlich wenn es passt, humorvoll, talentiert, stilvoll, geschmackvoll, von meiner Mutter geliebt,... lässt mich ausschlafen und weckt mich mit "Frühstück ist gleich fertig", macht Milchkaffee, wie ich ihn mag, echte Pan-Cakes oder Brownies und ist stets ruhig, überlegt, nie aufbrausend, unfreundlich oder respektlos...) nie verliebt habe und nie verlieben werde, obgleich wir uns so lange kennen und er mein bester Freund ist.
Nun. Ich denke, man stellt sich in jeder tiefen Freundschaft zwischen einem Mann und einer Frau wohl einmal diese Frage. Aber ich will nie, niemals eine Beziehung mit James führen, dessen bin ich mir sicher.

Ich glaube, mich verwirrte auch, dass ich fast nur noch ihn getroffen habe, in meiner Freizeit, an den Wochenenden, in letzter Zeit und vor allem, dass er vergangenen Samstag meine Haare aus em Gesicht strich, seine Hand besorgt auf meinen Bauch legte und mich ständig "Schatzi" nannte. Ich schätze, das war aus einem Anflug von Mitleid, meinen Zustand betreffend, heraus und weil er mich ja wirklich sehr gern hat.
"Ich habe dich gern, lieb, aber ich liebe dich nicht."
Liegt der Unterschied zwischen einer engen freundschaftlichen und einer Liebe-Liebe rein in der körperlichen Nähe, Anziehung?
Bin ich verwirrt, weil meine Erinnerung an Samstag verschwommen sind und sich die Fürsorglichkeit von James mit den Anmachen und Küssen von Christian vermischten?

Ich denke nicht, dass ich mich in James verliebe. Ich hoffe es inständig. Es war immer absurd und ist es auch jetzt. Und am Besten ist, ich mache mir gar keine weiteren Gedanken.

Dass ich gestern so lange mit ihm telefoniert habe, er mich Sonntag Mittag anrief, um zu sehen, wie es mir ginge, und dass er mir gestern eine gute Nacht wünschte, statt sein übliches "ich meld mich später", was bei Jay ein rethorisches "call ya later" bedeutet, sind keine Zeichen von "ich mag mag dich" sondern ein klares "ich mag dich", weil wir Freunde sind.
Und so soll und wird es auch bleiben.

"Schade eigentlich, dass du nicht schwul bist.", sagte ich Samstag zu ihm (als ich noch relativ klar im Kopf war).
JD lachte. "Ja, das denke ich manchmal auch.", sagte er. "Aber da ist nichts zu machen. Ich bin nunmal eine Lesbe."
"Naja, denkst du wirklich, wenn du schuwl wärst, wäre es einfacher?"
"Hmm.. nein. Ganz sicher nicht."
"Stimmt. Und ich weiß es!"
James wäre der perfekte schwule beste Freund und Mitbewohner *s*.

17. Sept. 06, 23.40h

17.10.06 23:24


In letzter Zeit schrieb ich nicht mehr, weil ich mich um meine Arbeiten für die Schule kümmern muss: Hausaufgaben machen, Bücher lesen, recherchieren, lernen, FBA und Referate schreiben,...
Und wenn ich mal Zeit habe, sehe ich mir Gilmore Girls an (die beste Serie die es gibt und die Einzige, die mich zum weinen bringen kann - zugegeben), versuche, mich zu erholen oder treffe mich mit Freunden.

Gestern Abend erreichte mein irdisches Dasein einen neuen Tiefpunkt.
James und ich fuhren nach Bregenz, kaufen unsere speziellen Kippen (Darjum Black) und Wodka, plazierten uns unter zwei schönen, großen Bäumen an der Bodenseepromenade, schalteten Musik ein und tranken "Wolà" (Woda-Apfselsaft) aus Pappbechern mit bunten Strohhalmen.
Eigentlich warteten wir auf Tammi und Markus, aber die saßen noch bei Tammi Zuhause und mussten auf die Geschwister von ihr aufpassen. Schlußendlich kamen sie gar nicht mehr.
Wir waren super gelaunt, tanzten zu James' Musik herum, laberten, lachten und James lud alle möglichen fremden Leute dazu ein, mit uns zu trinken, was aber alle danken ablehnten (wir sehen wohl nicht sonderlich vertrauenswürdig aus, wenn wir Nachmttags um 3,4 Uhr fremde Leute fragen, ob sie saufen wollen *s*).
Zwei junge Kerle liefen vorbei, die nicht schlecht aussahen, aber zu "normal" irgendwie, also laberten wir sie nicht an. "Wenn sie von selbst herkommen ist gut, sonst nicht.", sagte James und promt standen die Jungs fünf Sekunden später vor uns und fragten, ob wir Gras hätten. Ausgerechent heute, so ein Pech für die zwei. Denn es war der erste Tag seit einer Ewigkeit, dass wir gar nichts zum Kiffen dabei hatten.
Wir luden sie zum Trinken ein und sie blieben, unterhielten sich angeregt mit uns und stellten sich als sehr nett heraus.
Dumm nur, dass ich nur ein Müsli gefrühstückt hatte und nach 3-4 Gläsern plötzlich der Alkohol in mein Gehirn schoss und ich nur noch hoffen konnte, es würde nicht allzu übel werden.
Aber das wurde es!
Ich weiß noch, dass James wegging, Nachschub zu kaufen, einer der Typen ebenfalls sich verzog, um Weed zu finden und ich irgendwann die Zunge dieses Christian im Mund hatte, der nett war, wirklich nicht übel aussieht. "Wenigstens war er nicht scheisse.", sagte Jay später. "Also ich bin ja nicht schwul, aber... von Mann zu Mann... nach meiner) Einschätzung.. sah der schon nicht schlecht aus." *lol*
"Wenigtens hattest du was mit seiner Zunge!", sagte James. "Ich muss total unbefriedigt nach Hause gehen." und grinste. "Ja, schon.", sagte ich. "Ich hatte was mit dem Kerl. Aber das dumme ist: Ich kann mich kaum daran erinnern!"
Ich lag irgendwann am Boden, vor der Reling, kotzte ab und zu in den See und war einfach komplett fertig. Ich war nicht mehr in der Lage, klar zu denken, geschweige denn, meinen Körper irgendwie so weit zu kontrollieren, aufzustehen oder hinzusitzen.
James und der Typ kümmerten sich lieb um mich. James holte mir was zu trinken, strich mir über den Rücken, die Haare aus dem Gesicht und achtete darauf, dass es mir gut ginge. Der Typ hielt meine Hand, weil ich sie in meine nahm, um wenigstens im Griff zu haben, dass er mich sonst nicht irgendwo anfassen würde. Ab und zu war sein Gesicht plötzlich über mir und sein Mund auf meinem, aber wie gesagt, bekam ich davon nicht allzu viel mit... leider.
James und dieser Christian unterhielten sich über Musik und Drogen und ich bekam am Rande mit, dass der Kerl ziemlich viel Zeug nahm. Ich habe nichts gegen Leute, die Drogen nehmen. "Wenn sie es wolle, sollen sie es tun.", meint James und ich stimme ihm zu. Aber ich will mich nicht zu weit auf sie einlassen, denn es würde mir nicht gut tun. Auch wenn die zwei Jungs sehr nett waren, und auf meine und James' Menschenkenntnis kann ich mich eigentlich sehr gut verlassen. Aber wir kennen sie eben doch nicht, weshalb ich ihn auf Distanz hielt.
Wenn Christian mal kurz weg war, redeten James und ich über die Situation und ich bat James, mich nicht mit dem Kerl mitgehen zu lassen. Er versprach, gut auf mich acht zu geben.
Innerlich habe er gelacht, meinte JD später. Weil der Typ mich ständig küsste und ich ihn irgendwann nur noch wegstieß. Er sei freundlich aber aufdringlich gewesen. Stimmt. Aber James meinte, wenn irgend eine geile Tussi dort gewesen wäre, hätte er sich wahrscheinlich nicht anders benommen, da er, und auch Christian eben, betrunken war und notgeil. Männer eben *s*.
Ja, Christian nutze vielleicht aus, dass ich betrunken war, und war es selbst, aber er war nicht unfreundlich, respektlos oder ließ sich nicht mehr abwehren.
Vielleicht möge er mich ja wirklich, meinte James. Aber wir wollen ihn besser mal treffen, wenn wir alle nüchtern sind.
Stimmt. Ja, vielleicht mag er mich, er hat ja schon mit mir geflirtet, ehe der Alkohol unsere Gehirner verweichlichte, aber auf eine Beziehung bin ich so oder so nicht aus, schon gar nicht mit einem Kerl, der drogenabhängig ist, egal, wie perfekt er sonst auch sein sollte.

Die Jungs schafften es irgendwann, mich zum Aufstehen zu bewegen. "Schatzi... ich weiß, wie es dir geht, aber schau mich an.. du musst jetzt aufstehen. Komm, nimm meine Hand.", sagte James. "Du bekommst einen Kuss, wenn du aufstehst, von mir.", flüsterte mir Christian ins Ohr. "Ist das ein Deal?" "Nein, das ist kein Deal!", sagte ich. Nicht, weil ich ihn nicht geküsst hätte, aber weil mir solche Sätze auf den Nerv gehen.
Sie stützten mich den Weg entlang, James zu meiner Linken, Christian zu meiner Rechten und ich schwankte zum Bahnhof, halb "out of my mind".
Wir fuhren mit dem Zug, Christian fuhr mit und wollte noch mit bis zu mir kommen, aber ich wies ihn ab, sagte, ich rede mit ihm, wenn ich nüchtern sei, also stieg er in D. aus.
James und ich fuhren weiter nach Fk, suchten nach Eliah, der Freitag oder Donnerstag Geburtstag hatte, fanden ihn nicht, aßen was im Mc Donalds, wo wir über unsere Beziehungserfahrungen und Liebe im Allgemeinen redeten und philosophierten, liefen zurück zum Bahnhof und ich fuhr nach Hause.

Jetzt ist es 3 uhr Nachts, ich kann nciht mehr schlafen und fühle mich unendlich krank.

15.10.06 03:42


Donnerstag ging ich mit James wandern.
Wir sogen den letzten süßlichen Saft aus dem bereits verwelkenden Sommer und liefen durch rot-orang gefärbte Blätterwälder.
"Es hat uns gut getan.", sagte James und hatte recht.

Evas Eifersucht wegen Ramona wächst zunehmend und unsere Beziehung entwickelt sich zu permanentem Rumgezicke wegen diversen Missverständnissen.

Ich bin gestern mit Simon zur Mietzekatze nach IBK gefahren, und heute mit ihm zurück. Habe mit ihr UNO gespielt, Wein getrunken, habe im MC Doof Hünchen gegessen und alles im Allem eine Erinnerung von 10 Minuten an den gestrigen Abend.
Die Fahrt über den Arlbergpass bietet ein umwerfendes Panorama und Simon redet ganz gerne, wenn man ihn lässt.

Heute mit Nadja im K-S. gewesen, nichts Besonderes, einige bekannte Gesichter und nur nervige Anmachen.

Bin ich zu fett geworden, um von 'nem geilen Kerl einfach nur flachgelegt zu werden??
 Mein Single-Dasein geht mir zunehmend auf die Nerven. Je weiter ich voranlebe, desto mehr wird mir klar, was ich verloren habe.

Und dieser Intellektualismus nützt mir einen Dreck.

Verdammt, ist alles zum Kotzen! Mein Herz verklumpt sich und ich hoffe, ich speie es demnächst aus!

8. Okt. 06

8.10.06 04:08


Mozart hätte Pan-Cakes gemocht?

 

Ich bin total geschafft vom Wochenende.

Freitagabend war ich in dem Mozart-Konzert mit meinem Dad. Wir sind überraschend gut miteinander ausgekommen und haben viel geredet und sogar gemeinsam gelacht. Er erklärte mir den Auftakt der Gesellschaft und ich fühlte mich, wie eine junge Dame, die mit ihrem alten Herrn ein klassiches Konzert, mitten unter gebildeten, kulturinteressierten Leuten besucht. Junge Menschen waren, außer einem kleinen Mädchen, nicht anwesend. "Mozart sagte einmal, er komponiere für alle, außer für jene, die nur des gesellschaftlichen Standes und des gesellschaftlichen Anlasses wegen in seine Konzerte kämen." "Solche sitzen hier bestimmt auch.", flüsterte mein Dad mir zu.
Eine ehemalige Schulkollegin meines Dads war auch da, die gerne redete, aussah und agierte wie ein junges Mädchen, und sich, trotz ihrer zierlichen Gestalt, am meisten auf das Buffet am Ende des Konzertes freute (das, wohlebemerkt, wirklich köstlich war).

Das Konzert selbst war hervorragend. Erst wurde ein wenig von Mozarts Leben erzählt, von der Zeit, in der die erste Komposition entstand, die gespielt wurde, und dann das erste Stück vorgetragen. Es spielte ein Streichquartett, besetzt mit drei Geigen und einem Jello, zwei junge Frauen und zwei junge Männer, die mit großer Hingabe spielten. Die teils sanfte, teils wilde und dennoch melancholische Melodie (ein Stück in d-Moll), die Mozart mit 17 Jahren komponiert hatte, spiegelte sich in den Mienen und Gestiken der vier Streicher wieder und ließ mich für einen kurzen Augenblick erschauern, durchrieselte meinen Körper und stellte mir meine Härchen auf. Ein Augenblick, in dem ich gänzlich in der Musik versank, darin aufging und ein merkwürdiges Gefühl verspürte, das ich mit Worten kaum auszudrücken vermag.

Vor dem zweiten Stück las eine gewisse Maria Hofstätter, deren Namen mir sehr bekannt vorkommt, aus Mozartbriefen vor, um einen Eindruck vom nächsten Lebensabschnittes des Künstlers zu geben. Seine Frau war hochschwanger und lag in den Wehen, als er die Komposition vollendete und ihre "Schreie" seien "im zweiten Satz" zu hören gewesen *s*.
Ob das stimmt, weiß ich nicht so genau, denn ich schaffte es nicht, länger als 3 Minuten der Musik wirklich zu folgen, da mich die Atmosphäre, der ruhige, warme Saal und das stumm lauschende Publikum, vor allem aber das Streichquartett, wiederum in d-Moll spielend, unweigerlich in meine Gedankenwelt versinken ließ und ich dahinschwomm in einem Strom aus Ideen, Gedankengängen, schmerzlichen Erinnerungen und sonderbar gemischten Gefühlen.
Erst der Applaus am Ende des vierten und letzten Satzes ließ mich wieder auftauchen.

In der Pause ging ich mit meinem alten Herrn, der langsam graue Haare bekommt, aber in würde altert, ins Freie, genoss die frische, kühle Nachtluft und debatierte mit ihm über Kunst, Musik, Literatur und die Schule.

Erneut eine Lesung aus Mozartbriefen, inzwischen 1790 angelangt, das Leben Mozarts ging damals dem Ende zu und der Künstler, der immer im Augenblick gelebt hatte, war kränklich und verarmt.
Komischerweise das Stück in F-Dur, also eher fröhlich, mehr "Mozart-typisch" als die vorhergehenden Stücke, aber dennoch teilweise wieder durchzogen von einer leichten Melancholie.
Ich tauchte wieder unter und auf, als das Quartett sich zum zweiten Mal verbeugte und meine Hände bereits angefangen hatten, brav mitzuklatschen.

Ich weiß noch, als ich so ca. 10 oder 11 Jahre alt war, hatte mein Dad meinen Bruder und mich in ein klassiches Konzert mitgenommen, wo ich mich in die schwarzhaarige, hübsche Jellogspielerin verliebte, die genau in meinem Blickfeld lag. Verliebte, auf eine seltsam ergriffene Art und Weise, obwohl ich damals wohl noch keine Ahnung von Verliebtheit, der Liebe oder meinen persönlichen Neigungen hatte.
An mehr kann ich mich auch gar nicht erinnern, als an das Bild der schönen, dunklen Jellospielerin, die mit größter Hingabe spielte und in der Musik dahinfloss, als befände sie sich in einer ganz anderen Welt.

Das Buffet war, wie gesagt, hervorragend. Ich unterhielt mich mit meinem Vater und seiner ehemaligen Schulkollegin, sowie deren Begleitung, eine netten, unscheinbaren Frau, bis die Tische leergeräumt waren und wir nach Hause fuhren.

Ich bin froh, mit meinem Vater so gut ausgekommen zu sein. Es hat mich überrascht, aber auf alle Fälle im positiven Sinne!
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Von gestern auf heute
war ich bei James.
Eigentlich wäre heute Vormittag die Nationalratswahl gewesen und ich wollte unbedingt den Grünen meine Stimme geben, aber da ich meine Wahlkarte nicht finden konnte und noch nicht einmal gewußt hätte, wohin in B. (ich wohne in A., aber meine Mutter hat meinen Wohnsit unter ihrem Namen in B. angemeldet) ich hätte gehen müssen, um meine Stimme abzugeben, und weil ich die Politik eigentlich für ein Marionettenschauspiel halte, vor allem aber, weil ich mir meine Wochenenden mit meinem besten Freund nicht nehmen lassen wollte, entschloss ich mich gestern doch, zu James zu fahren und bei ihm zu übernachten.
Er hatte auch Tammi und Markus eingeladen, aber beide hatten im Endeffekt keine Zeit und so waren wir wieder allein, wie letztes Wochenende, was aber ganz gut so war. Sein Dad ist derzeit in Rumänien, macht dort wohl ein Projekt gegen Armut, und seine Mom liegt wegen, bisher unerklärlichen, Beschwerden im Krankenhaus, weshalb er sturmfrei hat.

Wir sahen uns DvDs an und kifften. Wir sahen uns "School of life", ein neuer, lustiger aber doch sentimentaler Film mit James' Lieblingsschauspieler Rayen Ranolds, und "Boy eats Girl", eine sehr schräge Zombie-Horror-Komödie an, die aber auch ziemlich gut war.
Bei "X-Men 3" pennte James wie üblich vor mir ein, ich verzog mich nach dem Film ins Gästezimmer und er sah ihn sich heute früh fertig an, als er aufwachte (wie immer).

James ließ mich heute bis 12.00 Uhr ausschlafen und weckte mich dann mit "Frühstück ist gleich fertig". Erkenntnis: James ist der größte Goldschatz der Welt!
Ich kam verschlafen in die Küche, da machte er gerade die letzten Pan-Cakes, echte, super-leckere, amerikanische Pan-Cakes mit Ahornsirup, fertig. Ich wartet auf ihn, um anzufangen, weil ich noch nie in meinem Leben echte amerikansiche Pan-Cakes, wie aus dem Fernsehen, gegessen hatte und zuerst James zusah, wie er sie richtig zubereitete *s*.
Dazu Kaffee, den er mir gleich hinstellte, weil James weiß, dass ich Kaffee immer, und vor allem morgens, gerne trinke und brauche.

Nach dem Frühstück kifften wir wieder und sahen wir uns "Ein verrückter Tag in New York" mit Mary-Kate und Ashley Olsen an.
Ich lachte erst, als ich den Film in James' (großer) Dvd-Sammlung sah und wollte den Streifen dann sehen.
Er ist amüsant, actionreich, sentimental und tussig, so richtig nette Gehirnmassage am Morgen.

Gegen 4 fuhren wir nach F. und besuchten seine Mutter im Krankenhaus. James hatte mich gefragt, ob ich mitkomme.
Es war alles sehr steril, weiss, emotionslos und vor allem sehr still. "Ich mag Krankenhäuser nicht." "Ich auch nicht." Seine Mutter lag krank und erschöpft in ihrem Bett, im gleichen Zimmer eine ältere Asiatin, die nur freundlich grüßte, als wir das Zimmer betraten und freundlich grüßte, als wir es wieder verließen.
Wir sprachen nicht viel mit James' Mom, ihr ging es sichtlich nicht sehr gut, und wir waren in einer Stimmung von hilf- und ratlosigkeit und ernsthaftem Mitleid gefangen. James kümmerte sich aber so rührend um sie, dass ich beinahe dahinschmolz. Er umarmte sie zum Abschied liebevoll, ich drückte ihre Hand und wünschte ihr gute Besserung und wir verließen sie wieder.

James traf sich anschließend mit Freunden und Bektannten von uns in F., ich aber hatte leider keine Zeit dafür, denn ich musste nach D. fahren, um die Werbeagentur meines Onkels, wie nun jedes Wochenende, zu putzen. Eine Arbeit von 2 1/2 Stunden. Nicht sonderlich anstrengend, aber auch nicht spassig und doch ermüdend, allein schon des Spaziergangs im Regen, halb auf den Berg hinauf.
Ich kam an Roswithas toskanischer Villa vorbei und grüßte meine gute Bekannte inständig freundlichst, als ich am großen Tor vorbei lief und Licht in dem Anwesen brennen sah.
Wir hatten uns letzten Donnerstag stundenlang so gut unterhalten und seither Emails geschrieben, und ich schätze diese so liebe, selbstlose, gebildete Frau sehr, die mir nie wie Mitte 50 erscheint, sondern mehr wie eine Frau, die in der Blütezeit ihres Lebens steht.

Im Bus nach Hause traf ich meinen Cousin, mit dem ich mich über die Wahl, die Politik und die Weltlage allgemein unterhielt.

Und jetzt bin ich Zuhause. Ich sollte für morgen noch Französisch-Vokabeln lernen, ein Buch für Deutsch weiterlesen (das verwirrend aber hevorragend ist) und meine bisherige Arbeit an der FBA ausdrucken, aber ich bin zum umfallen müde und mein großes Bett mit den drei Decken und den vielen, kuschelgien Polstern ruft nach mir und ich möchte nur noch darin versinken und von Traum zu Traum fliegen.

Ich musste wieder an den Mann mit den ozenblauen Augen denken und einsehen, dass er das, was er an mir vermissen könnte, in einer Studienkollegin in Wien wiedergefunden hat.
Mein Herz blutet bei dem Gedanken an das, was gewesen ist, daran, wie wir einander schrieben, dichteten, Bilder aus Worten malten und wie alles zerbrach.
Ich habe eingesehen, dass es verloren ist und wünsche ihm, dass er wenigstens mit dieser B. glücklich wird. Aber wie oft muss mir das denn noch klar werden, ehe es mir wirklich bewusst ist und ich mit dieser vergangenen Geschichte abschließen kann?
Hoffe ich tatsächlich noch, dass wir eines Tages wieder so vereint sein werden, wie früher?


"How am I supposed to feel about the things I've done?
I don't know if I should stay or turn around and run..."
"I know that things will never be the same"
"The only love I ever knew, I threw it all away"

"Could you stop my heart? It's always beating and sinking, like the waves..."


GUte N8 Welt!

1. Oktober 06, 22.16h

1.10.06 22:16


Eifersucht, Natascha Kampusch & die Medien und ein Lockenstab, der hoffen lässt


Eva ist sehr genervt von Ramona, besser gesagt: Sie ist eifersüchtig.
Ich sitze nun zwischen Ramona und ihr und ich werde immer mehr von Ramona abgelenkt, während des Unterrichts, und auch die Pausen verbringe ich immer öfters mit ihr. Ich mag Ramonas Gesellschaft einfach, denn sie ist angenehm, macht mich entspannt und vor allem auch: kreativ. Ramona bringt mich auf Gedankengänge, die mir sonst nicht einfallen würden, weil sie einfach so aufgeweckt, quirlig und auf meiner Wellenlänge ist.
“Du tust mir nicht gut!“, lachte ich heute, weil sie mich in Geschichte ständig ablenkte, ich die diktierten Sätze verpasste und dann in Evas Heft schauen musste. Aber Ramona kapiert in Geschichte, wenn Prof. Hofer diktiert, einfach gar nichts. Sie verpasst jedes zweite Wort, schreibt dann nicht mehr weiter und kommt völlig aus dem Konzept. Dann fragt sie mich ständig, während ich aber zuhören und selbst weiterschreiben muss und am Ende sind wir beide verwirrt, oder ich schaffe es mit Müh und Not, beides gleichzeitig zu machen.

Es ist schon lustig, aber manchmal anstrengend. Das Hauptproblem ist einfach: Eva nervt es. Sie will mir dann, praktisch zur Strafe, gar nicht mehr helfen, und zögert und seufzt und verdreht die Augen, ehe sie mir ihr Heft rüberschiebt. Sie vergisst, dass ich ihr in Chemie immer helfe, ihr in Mathe erkläre, was man in den TI eingeben muss (obwohl ich selbst nur selten einen dabei habe *g*), usw. Das sage ich ihr immer, wenn sie mir nicht helfen will, aber ich weiß schon, dass es ihr ums Prinzip geht, oder einfach darum, dass ich nicht mit Ramona labere während des Unterrichts, sondern wenn, dann mit ihr.
Aber Eva ist mein Schatzi *s* und wir werden uns nicht so leicht auseinanderleben.
(Obwohl sie gestern in der Diskussion über Natascha Kampusch, die wir mit den Mädels vor uns, führten, schon eine komische Position bezog. (Natascha habe in dem Interview so arogannt gewirkt, sie hätte doch eigentlich längst abhauen können, wieso sie das nicht gemacht habe, etc.
Man muss sich mal vorstellen, dass Natascha Kampusch 10 Jahre lang in einem Raum eingeschlossen war und nur sozialen Kontakt mit ihrem Entführer hatte. Außerdem gerade eine sehr wichtige Phase des Lebens, sie hat ihre ganze Entwicklung, ihr Erwachsenwerden, dort zugebracht. "Ist eine Kleinigkeit, aber überlegt mal... wenn du deine Tage bekommst, zum ersten Mal, und da ist niemand, den du fragen kannst was mit dir passiert.", warf Marion ein. Das stimmt.
Natascha K. muss psychisch völlig anders sein, als ein "normaler" Mensch, der in einem sozialen Umfeld, ganz "normal" aufgewachsen ist. Es ist eben deshalb so ein Sonderfall, weil sie in dieser Gefangenschaft aufgewachsen ist.
Dass sie über ihre Beziehung zu dem Täter (und dass eine entstanden ist, ist natürlich ganz logisch) keine Aussagen machen will ist klar. Und es ist so was von unangebracht, wenn so dumme Zeitungen in England Schlagwörter wie "sex slave school girl" schreiben und ihre Artikel "cellar girl" nennen.
Ich könnte noch eine ganze Menge darüber schreiben, was ich mir so zu der Sache gedacht habe.
Ich habe das Interview mit Natascha Kampusch nie gesehen, aber ich habe nun ja schon einiges darüber gehört. Sie habe eine recht intelektuelle Sprache verwendet, ganz normal gewirkt (bis auf ihre Hände) und wenn ich mir das Foto von ihr ansehe, sieht sie eigentlich auch wie eine ganz "normale junge Frau" aus.
Ich habe mir gedacht: VIelleicht ist das Mädchen auf dem Foto gar nicht Natascha Kampusch. Vielleicht ist das Mädchen, das dieses eine und einzige Interview (das natürlich auch nicht live ausgestrahlt wurde) gab, nicht Natascha Kampusch. Vielleicht wurden ihre Antworten alle auch gar nicht von Natascha Kampusch, sondern ihrem Medienberater, ihrer Familie, oder sonstwem geschrieben.
Woher können wir denn wissen, dass es nicht so ist?
Das ist bei den Medien aber dummerweise immer so. Woher wissen wir denn, dass die Ölreserven wirklich zu Ende gehen?
Woher wissen wir, dass Terorristen das WTC zerstört haben?
usw.)

Nach der letzten Stunde, als Eva und ich aus der Klasse gingen, kam uns Prof. Z. im oberen Stock auf dem Flur entgegen. Er hatte diesen komischen Stoff-(Kinder? Hunde?)Ball in der Hand, den er mir einmal, während ich neben ihm ging, in die Hand geworfen hatte, zielte damit auf uns und grinste breit.
Ich grinste breit zurück.
Wir trafen beim Treppenabgang aufeinander. „Du wolltest doch Bücher von ihm?!“, erinnerte mich Eva. „Ach ja... Können Sie mir Bücher mitbringen?“, fragte ich ihn eilig. „Ich habe versucht, 4 Bücher zu bestellen und habe keines davon bekommen. Die sind alle vergriffen.“ Er verstand. Er wolle Zuhause nachsehen, was er finde. („Ich bin ein Bibliograph“, sagte er in der Philo-Stunde. „Das bedeutet, dass ich vernarrt in Bücher bin. Wenn jemand ein Buch misshandelt, kann ich das gar nicht sehen. Es ist jedes Mal ein Schock, wenn ich in eine Klasse komme und es liegen zerfetzte Bücher herum.“ )

Ich bin übrigens wieder manischer als gestern, und das ist gut. Heute fahre ich, wie gesagt, mit Eva in die Landesbibliothek. Da kann ich, wenn ich schon in Bregenz bin, gleich noch zum Piercer gehen und in der Bibliothek wegen Machiavelli nachschlagen, bzw. was ausleihen, und die Philo-Bücher bestellen. Einziges Problem: Ich brauche Kohle!

Aber ich habe, schon vor einiger Zeit, beschlossen, mich nie unterkriegen zu lassen, und das werde ich mich auch heute nicht!

Ich habe übrigens gestern meinen Lockenstab in einem Paket bekommen (ich lieeebe Pakete ) und heute gleich ausprobiert. Mit Locken fühle ich mich tatsächlich gleich viel glücklicher !
Ramona war richtig neidisch. Sie habe schon alles probiert, um Locken zu bekommen, sagte sie. "Einmal habe ich ein Lockenshampoo ausprobiert. Aber es hat nicht funktioniert." "Liegt wahrscheinlich daran, dass man dafür Naturlocken haben muss.", sagte Prof. Mark. "Ja, das habe ich dann auch gemerkt.", sagte Ramona *lol*!


Jedenfalls: Ich liebe diesen Lockenstab ! Jetzt nur noch noch mehr abnehmen und ich fühle mich gleich viel besser, auch wenn ich dann absichtlich einer Norm entspreche, und vielleicht der Oberflächlichkeit mehr Gewicht gebe.. aber die Vorteile sind zu enorm, alsdass ich dick werden möchte.



28.sept.06

28.9.06 13:08


Kampf im Alleingang


Heute, als ich mit Ramona in der Mittagspause Zuhause war, um (mit meinem Cousin und seinem Kumpel) zu kiffen, bekam ich von meiner Tante einen riesen Anpfiff. Egal, was für Argumente man hätte, was wirklich passiert ist, man hat keine Chance, etwas zu entgegnen, wenn sie sauer ist, denn sie will einfach recht haben, und sich aufregen. Ich kann noch nicht einmal protestieren und das frustriert mich!
Ich freue mich wirklich, bis ich mal eine eigene Wohnung habe!

Meine Mom wollte Bücher für meine FBA bestellen. Ich habe ihr 4 aufgeschrieben und kein einziges davon konnte bestellt werden. "Vergriffen."
Scheisse!
Sie ist überhaupt nicht an meiner Arbeit, nicht an meiner Matura interessiert, wie der Rest meiner Familie, und auf Unterstützung kann ich nicht mehr hoffen. Als mein Bruder maturiert hat, und auch als meine Cousinen letztes Jahr ihre Matura hatten, hat jeder nachgefragt und sich interessiert, weil es ja eine bedeutende Prüfung, ein wichtger Abschnitt im Leben ist, aber mich fragt man noch nicht einmal, in welchen Fächern ich antreten werde, und wenn ich selbst davon erzähle, scheint es kein faszinierendes Gesprächsthema zu sein.
Das tut echt weh!
Ich habe mich mt Eva darüber unterhalten, und ich bin wenigstens nicht die Einzige, der es so geht. Ihre Schwester hat letztes Jahr matueriert, volle Aufmerksamkeit und Unterstützung bekommen und jetzt, da Eva Matura hat, interessiert es ihre Familie genauso wenig wie meine. Aber sie hat immerhin ihren Liebsten, der voll und ganz hinter ihr steht.

Tja, ich muss mich, wie es aussieht, mal wieder ohne Rückhalt durchkämpfen, auf eigene Faust, oder mit der Unterstützung meiner Professoren und MitschülerInnen, aber das ist dennoch etwas anderes...
Ich sollte nicht traurig darüber sein, sondern mich zusammen reissen und allen beweisen, dass ich stark bin und dass ich das schaffen kann!

Mein Bruder überlegt sich, Philosophie, neben seinem Sinologie-Studium anzufangen. Ist ja toll!
Dann wird sich wieder jeder danach erkundigen und keine Sau sich dafür interessieren, wenn ich mit Psychologie und Philosophie anfange, denn es wird so aussehen, als trete ich mit dem Philo-Studium in seine Fußstapfen, obwohl ich doch vor ihm schon die Idee hatte, Philo zu studieren! *seufz*
"Was, du willst Philosophie studieren? Du machst doch Psychologie.", sagte er heute (ich rief ihn an, weil er übrigens Geburtstag hat (den 22.) und ich ihm gratulierte).
Jaja, jeder denkt Psychologie habe ausschließlich mit psychischen Krankheiten zu tun und ich werde irgendwann Psychologin, Therapeutin werden. Mann, ist das vielleicht zum Kotzen!

Mein Vater hat heute auch noch angerufen. Er sprach leise und klang hoffnungslos und traurig. Er fragte mich, ob ich Lust hätte, Freitag mitzukommen in ein Konzert, Mozart, bzw. eine Lesung, von Mozartbriefen. Ich sagte zu. Mein Wissensdurst ist zu groß, alsdass ich solch einer kulturellen Veranstaltung wiederstehen könnte. Und es scheint ein guter Rahmen zu sein, mit meinem Vater wieder in Kontakt zu treten.
Dennoch mache ich keine Luftsprünge wegen der Abmachung, ich mache mir eher Sorgen.

Ich dachte mir, ich arbeite heute Abend an meiner FBA weiter, soweit ich mit Internetrecherchen eben komme, aber ich musste feststellen, dass ich damit auf kein befriedigendes Ergebnis komme.

Jetzt bin ich kurz davor, in Tränen auszubrechen.
An Tagen wie heute wünschte ich wirklich, einen Partner zu haben, der mich manchmal stützen kann, der mir zuhört und mich versteht.
Aber weder so ein Partner, noch ein wirklich guter Freund, der mich in all diesen Dingen verstünde, steht mir zur Verfügung.


Fazit: Ich kann mich in dieser blöden Welt tatsächlich nur auf mich selbst verlasssen.
Wie konnte ich das unr vergessen?!

 

27. September 2006rlassen.

27.9.06 20:52


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GB