My wonderland
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Hello, I Love You, won’t you tell me your name?

Wir suchten nach was zum Kiffen, aber wurden nicht fündig, also machten wir uns auf den Weg zum Volkshaus, wo das Doors-Konzert stattfinden sollte.

Wir überquerten einen Platz, auf dem gerade zwei Typen standen. Als wir näher kamen, gingen sie ebenfalls los, in dieselbe Richtung. Der eine von ihnen war schwarz angezogen, hatte eine Glatze und wirkte sehr unscheinbar. Aber der Typ neben ihm... In der Hand trug er einen Taperecorder, einen alten Taperecorder aus dem „son of a preacher man“ dudelte. Wir liefen direkt hinter den beiden und ich sang leise mit. Der Kerl hatte schulterlanges, gelocktes, braunes Haar und trug eine orange Leinenjacke, im Hippie/Alternativestil. Um den Hals trug er eine Kette aus Holzkugeln mit einem silbernen Anhänger. Er stellte sich mit seinem Kumpel in der Reihe etwas abseits hinter uns. Er gefiel mir gleich. Er hatte irgend etwas an sich, das mich an Johnny Depp erinnerte. Waren es die Augen? Dieser geheimnisvolle Blick?

Plötzlich kam er zu mir und fragte mich, wieso hier alle in der Schlange stünden, wann den Einlass sei. Ich meinte, um 19.00 Uhr und fragte ihn dann gleich, ob er denn wisse, wo man hier noch „was zum Rauchen“ finden könne, denn der Typ sah mir sehr bekifft aus. Er antwortete nicht und kurz darauf war und blieb er verschwunden.

Ich sah mich immer wieder nach allen Seiten um, aber nicht, um Karlheinz zu erblicken, der los ging, um die Tickets aus dem Auto zu holen, sondern um zu wissen, wo denn der Typ mit dem Taperecorder hingegangen war.

Nach einer ganzen Weile kamen die beiden Kerle zurück und er stand rechts von mir in der Menge. Ich lächelte ihm zu und er kam unerwartet zu mir herüber. „Ich habe ein Geschenk für dich.“, sagte er und drückte mir einen Joint in die Hand. „Oh, wow, bist du ein Schatz!“ rief ich überrascht. Er kehrte zu seinem Kumpel zurück. „Danke“, formten meine Lippen noch einmal und lächelten. Er nickte lächelnd zurück.

An der Garderobe gaben wir unsere Sachen ab, er seine bunte Leinentasche, die Hippie-Jacke, darunter trug er ein weißes T-Shirt mit irgendeinem Aufdruck.

In der Halle waren noch nicht viele Leute und wir platzierten uns in der Mitte vor der Bühne. Nach nicht allzu langer Zeit war auch Mr. Unbekannt wieder da und setzte sich mit seinem Freund direkt hinter uns auf den Boden. „Eine gute Idee!“, dachte ich mir und bewegte auch meine Jungs dazu, uns hinzusetzen, also saßen wir mit dem Typ, jetzt ohne Taperecorder, und seinem Kumpel im Kreis. Wir blickten uns wieder an. Er sagte irgend etwas Belangloses, bezüglich dem Herumsitzen, aber mehr Gesprächsstoff fanden wir nicht. Mein Kopf war leer, mein Herz mehr und mehr voll. Was war es nur, was mich in seinen Bann zog? Wir warteten zwei Stunden. Scheinbar hatte nicht nur ich bemerkt, dass er etwas sehr Besonderes, Johnny Depp-artiges an sich hat, denn es tauchten immer mehr Kolleginnen von ihm auf, die mir nicht unverdächtig schienen. Er stand direkt, schräg hinter mir, als wir die letzte halbe Stunde warteten, und bei jeder zufälligen Bewegung durchlief mich ein leichter, angenehmer Schauer. Er band die Haare zusammen, und ich hätte ihm am Liebsten gesagt: „Versteh das bitte nicht falsch, aber ich muss dir einfach sagen, dass du ein wahnsinnig schöner Mensch bist!“ Oh Gott, er war so verdammt schön!

Als ein Typ vor uns Papes brauchte und uns danach fragte, gab ich die Bitte an den Unbekannten weiter, der ja offensichtlich Kiffer war, und er war so hilfsbereit, zwei „Papierle“ zu spenden. Und als Karlheinz, Vali und ich nach einem Stück Papier suchten, um etwas zu notieren, durchsuchte er ungefragt seine Geldtasche, um uns zu helfen. Oh, so ein hilfsbereiter, gutherziger Mann *schmacht*! Nach fast zwei Stunden ging das Konzert los und die, inzwischen angewachsene, den Raum ausfüllende, Menschenmenge begann, sich zum Takt der Musik in Bewegung zu setzen und die aufgestaute Energie des Publikums setzte sich frei. Wir pogten, wir hüpften, wir schrieen, wir sangen mit, wir tanzten... Ich verlor Valentin und Karlheinz aus den Augen, landete aber merkwürdigerweise immer wieder neben dem Unbekannten mit den braunen Locken. Als die Menge, die sich wie Wasser bewegte: Ein Stoß, eine Welle, eine Gegenwelle, usw., uns beide etwas zurückgedrängt hatte, wo es ruhiger zuging, nahm ich den Joint aus meiner Jackentasche (ich trug meinen Emily Strange Sweater) und zündete ihn an. Ich nahm ein paar Züge (oh, das Zeug schmeckte und tat gut!) und reichte ihn an den Unbekannten weiter, der ihn ja schließlich gedreht hatte, bzw. seine Freunde. Anschließend stürzten wir uns wieder in die Menge und ich verlor ihn ihm Getose des Sturms. Ich kämpfte mich zu Valentin und Karlheinz zurück und war wieder mit der Musik allein.

Gerade, als ich die Hoffnung aufgegeben hatte, ihn während des Konzertes noch einmal zu sehen, stand er ganz plötzlich wieder direkt neben mir. Er zündete sich gerade seinen zweiten Joint an. Als er ihn einer Kollegin neben ihm weitergereicht hatte, und sie den Ofen an ihn zurückreichen wollte, tippte er mich an und meinte, zuerst bekomme ich ihn. „Was?“ Ich drehte mich zu ihm hin. „Oh, tut mir leid.“, meinte er. „Ich habe dich verwechselt!“ Und daraufhin verschwand er eilig in der Menge. Ich war verwirrt. Verwechselt? Mit wem? Hat er mich nicht erkannt? Ist er schüchtern? War da nie was zwischen uns? Man verwechselt doch nicht die Person, auf die man steht?!

Da war ich wieder, allein mit der Musik. Aber ich beschloß, mir wegen dem Kerl sicher nicht den Kopf zu zerbrechen, denn eigentlich, ursprünglich war ich schließlich wegen der Musik dort. Und weil „Riders on the Storm“, weil Ray Manzureck und Robbie Krieger so hammergeil spielten, packte mich der Sound zum Glück wieder, erfasste mich und ließ mich zwischen den Klängen versinken, sodass ich vor mich hintanzte und glücklich war.

Ich weiß nicht, wie das funktionierte, aber plötzlich war er wieder neben mir. Wir tanzten beide für uns, sahen den anderen manchmal aus den Augenwinkeln an, da warf uns die Menge plötzlich um, wie es oft vorkommt und wir taumelten für einen Augenblick und versuchten, wieder Halt zu finden. Ich griff nach seiner Hand, reflexartig, als er neben mir in die Menschenmenge hinter uns kippte. Ich war selbst überrascht, er wohl genauso, und ich ließ ihn wieder los. Er lächelte mich an. Oh Gott, ich hätte ihn am Liebsten gepackt, seinen Kopf zwischen meinen Händen, und ihn geküsst, einfach nur geküsst.

Aber die Menge trieb uns wieder leicht auseinander.

Valentin tauchte vor mir aus der Menge auf, und sein Gesichtsausdruck war leicht panisch. Ich packte seinen Arm und zog ihn zu mir her. Mein Beschützerinstinkt war geweckt. Ich hielt den Kleinen fest, der leicht schwankte und dem offensichtlich schwindlig war. Der Unbekannte muss es gesehen haben, und ließ sich von uns weg treiben. „Er ist doch nur mein kleiner Bruder!“, die Worte steckten mir im Hals.

Ich kümmerte mich um Valentin, die Doors spielten bereits die erste Zugabe, dann die zweite, die ich sehr genoss, weil ich zwischen einigen Frauen stand, die in meinem Stil tanzten (wir hatten uns nach hinten drängen lassen, um Luft zu bekommen) und weil der Unbekannte wieder etwas weiter vorne, aber in meinem Blickfeld, auftauchte.

Als das Konzert zu Ende war, stürzte Vali sich an den Rand, denn ihm war nicht mehr gut, er brauchte dringend was zu trinken. Ich sah, wie der Unbekannte in der Menge stehen geblieben war und sich nun, als alles auseinander stob, und das Licht angegangen war, suchend umblickte. Ob er nach mir Ausschau hielt, oder nach seinen Freunden, oder beides, vermag ich natürlich nicht zu sagen. Er entdeckte mich nicht.

Valentin ging nach einiger Zeit nach vor, um seinen Pullover zu holen, den er am Rand der Bühne abgelegt hatte, und ich lief – natürlich – wieder dem Unbekannten über den Weg. Wir blieben nebeneinander stehen. „Danke nochmals...“, sagte ich. „Oh, schon gut.“, meinte er. Wir standen schweigend nebeneinander. Mein Gehirn spukte einfach keinen klaren Gedanken aus, keinen Smalltalk, nicht die kleinste, billige, passende Phrase. Ich wollte ihn einfach nur festhalten, umarmen, meinen Kopf an seine Schulter legen.

„Die verteilen da was...“, meinte er und deutete auf das Bühnenpersonal, das Mineralwasserflaschen in die noch übrig gebliebene Menge schmiss. „Oh!“ Noch immer kein richtiger Satz. Ich versuchte, eine Flache zu ergattern, da verschwand er Richtung Ausgang.

Ich fand Valentin wieder und auch Karlheinz, der total verschwitzt war, was ihn aber nicht davon abhielt, mich stürmisch zu umarmen. Ich wich zurück umarmte ihn flüchtig. „Nicht du bist es, den ich begehere! Hach...“, seufzte mein Herz.

Karlheinz wollte unsere Jacken holen, Valentin und ich gingen zur Toilette. Ich überprüfte mein Spiegelbild, trank einen Schluck Wasser und ging hinaus. Vali war noch nicht fertig, aber vor den Toiletten, auf dem Flur, an die Wand gelehnt, wartend, stand mir gegenüber – natürlich – wieder der unbekannte Schönling. Langsam wurde es wirklich strange... Ich wagte nicht, ihn direkt anzublicken. Dieser sein Blick verwandelte mein Gehirn unweigerlich in ein völlig unbrauchbares Organ. Wie ist so etwas nur möglich? Ich wartete weiter auf Vali, noch immer nicht in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen. Auf wen hat er eigentlich gewartet?, frage ich mich jetzt, denn plötzlich und wortlos, ging er zurück die Treppen hinauf, aber nicht ohne mich im Weggehen noch einmal anzulächeln. Ich erwiderte dieses Lächeln natürlich.

Valentin kam kurz darauf aus der Toilettentür und wir gingen nach oben, meine Tasche von der Garderobe zu holen. Im Foyer drängten sich die Konzertbesucher aneinander. Ein Kerl beschüttete mich versehentlich mit Bier, entschuldigte sich aber sehr freundlich. „Das macht nichts.“, meinte ich. „Das ist heute sicher schon fünf Mal passiert.“ Er bot mir einen Schluck an, und dann Valentin, als ich dankend ablehnte. Vali, immer noch durstig, trank gerne. Der Kerl schenkte uns den Becher voll Bier. Echt super-nett!

Wir hatten nicht das Gefühl, irgendwie weiter zu kommen, also gingen wir noch einmal in die Halle zurück, wo ich – natürlich – dem unbekannten schönen Mann wieder genau über den Weg lief. Vali und ich warteten einige Minuten ab, dann probierten wir es noch einmal bei der Garderobe. Der Unbekannte musste auch im Foyer sein. Ja, natürlich, wir liefen direkt an ihm vorbei! Es war sogar schon Valentin aufgefallen, dass das Schicksal, oder was oder wer auch immer, unsere beiden Lebenswege sich ständig überschneiden ließ.

Wir stellten bei der Garderobe an, und als wir gerade schon am Tresen lehnten, tauchte der schöne Mann ganz plötzlich wieder neben mir auf. Er lachte mich an. „Hallo schon wieder.“, sagte er. „Ja,“ lachte ich. „Du schon wieder!“ Wir unterhielten uns kurz über das Konzert und wie absolut genial es gewesen war. „Und sie sind ausgerechnet nach Zürich gekommen!“, freute er sich. „Ach, bist du aus Zürich?“ „Ich? Nein, nein.“, meinte er. Dann bekam er seine Sachen zurück. Er drängte sich an Valentin und mir vorbei. Unsere Blicke trafen sich noch einmal, ein letztes Mal, unsere Lippen lächelten, dann war er verschwunden. Auf Niemehrwiedersehen. Seine Welt hatte ihn wieder verschluckt und die meine zog und zerrte bereits an mir, unweigerlich, unaufhaltsam.

Ich hätte ihn wirklich um seine Nummer fragen sollen, denke ich mir jetzt und es tut mir weh, dass er mir entwischt ist. Nur die Nummer... ich hätte nichts verlieren können. Aber wenn er neben mir stand, wenn wir miteinander redeten, war mein Kopf nicht im Stande, was brauchbares auszuspucken.

Ich weiß noch nicht einmal, wie er heißt. Ich weiß aber, dass er 1984 geboren ist, das habe ich mitangehört, als er mit jemand anderem hinter mir redete. Er war so mysteriös, so hilfsbereit, so suess, und so unglaublich schön... Ich wünschte, ich hätte eine Abweisung riskiert. Vielleicht wüsste ich dann jetzt, wie ich dem Schicksal auf die Sprünge helfen und ihn wiedersehen könnte!

11.1.07 22:22


Mietzekatzen wirken entspannend auf die Seele. Der Zeitmangel bleibt.

Derzeit wohnhaft: In der Residenz der Mietzekatze.
Ihre Mom und Freund haben sich ein riesen Haus gekauft. Bei der Mietzekatze Zuhause habe ich mich schon immer sehr wohl gefühlt. Es gibt viele, viele Pflanzen, viel Krimskrams, sehr viele Bücher, 2 wunderhübsche, grosse Hunde, und es herrscht eine entspannte Atmosphäre.
Sebio und die Katze verbringen, wie jedes Jahr nach Weihnachten über Silvester, einige Tage zusammen, dieses Jahr wollen sie auf 150 Stunden kommen, und dieses Mal bin ich mit dabei.
Ich kam am 26. an, stieg aus dem Bus aus, beide holten mich von der Haltestelle ab und warfen einen Blick auf meine Tasche. "Wieso hast du nur so eine kleine Tasche dabei?" "Ähm.. wieso nicht?!" "Na, du bleibst doch hoffentlich bis nach Silvester!!" "Ach, tu ich das?"
Oh, wie suess, dass sie mich bei sich haben wollen, das freut mich schon. Heute Vormittag hatte ich Ballprobe, weshalb ich zurück fahren musste und jetzt für 2 Stunden Zuhause bin. Ich wollte gestern Abend schon fahren, aber eigentlich nicht weg und sie wollten auch nicht, dass ich gehe. "Du kannst mich doch nicht mit dem Freak alleine lassen!" protestierte die Mietze.
Ja, Sebio kann schon sehr nervig sein. "Wollt ihr nicht geilen Lesbensex machen?"  (Nur weil wir ein - zweimal was miteinander hatten, was er mitbekam und natürlich extrem geil fand, heißt das nicht, dass wir jemals so was vor seinen Augen täten. Nur, wenn wir ihn vorher fesseln und er dann vor Geilheit fast stirbt *fg*)"Sebio halt die Klappe!" "Leeeesbensex. Kommt schon." "Sebio.... halt die Klappe!" "Ausziehen!" usw. Gestern verprügelte ihn die Katze mit Handtüchern *g*. Wir sitzen alle vor Laptops (hab den von der Mietzeviechmutter bekommen), chatten miteinander, die Katze und ich, und lästern über Sebio und seine steigende Fettleibigkeit *fg*,  am 26. spielten wir bis tief in die Nacht TrinkUNO mit der Katzenmom und deren Freund, sowie einem Bekannten von der Katze und Sebio, und heute startet die 3tägige LAN , Silvester sind ebenfalls Gäste zu erwarten.
Ich schlafe auf einer Matratze mit Sebio, was mich zusätzlich entspannt, weil ich immer gut schlafe, mit einem Mann neben mir; die Katze neben uns in ihrem Bett.
Es ist ein super Urlaub !
Und nebenher kann ich an meiner Arbeit weiterschreiben.
Problematisch wird nur Silvester, weil James mich heute schon 2x anrief, er wolle an Silvester was machen, und plane mich natürlich ein, und ich habe ihn wirkklich schon bald über 2 Wochen nicht mehr gesehen; das ist viel zu lange.
Und Nadja will mich bestimmt auch an Neujahr sehen. Ich war bei ihr, bevor ich zur Katze ging, weil sie in ihrer Nähe wohnt, und sie war war etwas gekränkt, weil ich bald wieder aufbrach. und die liebe Laura habe ich auch schon lange nicht mehr gesehen, mit Elisa wollte ich in den Weihnachtsferien doch eigentlich auch was machen, und Aude, meine suesse Französin, was die wohl macht...
Ach, ich hab sie alle so lieb, meine Freunde, aber ich müsste einfach mehr Zeit haben! Schon blöd, dass ich mir Zeit nicht kaufen kann (selbst wenn ich Geld hätte).

28.12.06 13:30


Heute war wieder einiges los in der Schule. Ich bin so gestresst von den ständigen Diskussionen und genervt, von gewissen MItschülerinnen und enttäuscht von mir selbst. Ich bin traurig, weil Eva und ich uns auseinanderleben, definitiv auseinanderleben, egal, wie erbittert wir dagegen ankämpfen, und enttäuscht wegen der Philosophiestunden, die anspruchslos werden und an Qualität verlieren (zumindest eine Sache, in der Eva und ich uns einig sind).

Heute war Elternsprechtag.
Ich spielte mit den Kids, weil ich es ihnen gestern Abend versprochen hatte. Meiner kleinen Cousine und meinem Cousin. Sie lieben es, mit mir zu spielen und auch ihre Freunde, weil ich für jeden Käse zu haben bin, mit ihnen Trampolin springe, TipTop spiele, und bei Wasserbombenschlachten mitmache. Und weil ich mir immer neue Spiele einfallen lassen, weil wir nicht auf lahme Brettspiele zurückgreifen wollten. Die kleine Freundin meiner Cousine und ein Freund meines kleinen Cousins waren auch da. Und natürlich erwarteten sie wieder etwas Neues, Aufregendes von mir.
Ich war gestresst und erschöpft vom Alltagsleben, aber ich überwand mich und spielte erst mit ihnen Verstecken, bis meine Tante genervt war, und dann erfand ich ein neues SPiel mit der Hilfe der Kinder:
Jungs gegen Mädels. 2 : 3. Jeder bekam 8 Zettel und schrieb darauf jeweils etwas, was dann derjenige tun müse, der den Zettel anschließend zieht. Z.b: Du musst einen Löffel Mehl essen. viel Spass
oder
Du musst versuchen, auf einem Bein zu stehen, während wir versuchen, dich zum lachen zu bringen (Anfassen nicht erlaubt).
Ich zog einen Zettel der Jungs und musste eine Nr. anrufen. Es meldete sich die Mutter des Freundes meines kleinen Cousins. (Sehr witzig) "Hallo. Ist das Günther Kant?" "Nein, da sind sie falsch." "Oh, dann muss ich mich verwählt haben, tut mir leid." "Kein Problem."
Die Kinder lachten sich kaputt. Stefan, der Junge, meinte: "Bei mir Zuhause kann man sehen, wer angerufen hat." Er kichterte.

Um 18.15 Uhr holte mich meine Mutter zum Elternsprechtag ab.
Die Aula war erfüllt von einem Geruch nach Kaffee und Kuchen und ein dumpfes Geräusch von freundlichen Stimmen hallte durch den Raum. Ein idyllisches Bild. Die Eltern der Schüler und Schülerinnen, die freundlichen Lehrer, Friede Freude Kaffee und Kuchen.
Meine MUtter und ich dachten dasselbe: Oh Gott, was machen wir hier?!
Ich sichtete Prof Z., der mit einem Kafee in der Hand die Treppe hochging und mich anblickte.
Wir suchten die Toilette auf und belaberten die Situation. "Weißt du, ich mach das eigentlich nur für dich.", sagte ich zu meiner Mom. "Ich dachte, du magst so was." "Ich?", rief sie. "Ich mag das hier gar nicht. Ich mach das doch nur für dich!"
"Verdammt!", sagte ich. "Was machen wir dann hier?"
Wir argumentierten weiter, bis wir die Treppe zu Prof. Z. hochliefen, der am Ende der Treppe wartete und sagte: "Ah... ich glaube, Sie wollen zu mir."
Ach, wie freundlich alles war.
"Bitte schön.", er wies mit der Hand, freundlich lächelnd, zum Klassenzimmer, in dem zwei Stühle vor einem Tisch warteten, an dessen anderen Ende er Platz nahm.
Wir setzen uns.
Er sei überrascht gewesen, dass meine Mutter einen Termin ausgemacht habe, meinte er.
Sie sagte, sie wolle wissen, wie alles laufe, auch mit der FBA (brav, Mom, brav. Ich hatte sie informiert).
Er meinte, es laufe hervorragend, ich mache das wirklich großartig. "Die Maria und auch die Eliasebth (*grr* Screw her!), machen das beide, also wie ich das vergleichen kann, mit dem, was ich von anderen Schulen gelesen habe, wirklich sehr gut. Genauso sollte man das machen. Es ist natürlich nicht ganz perfekt, aber so arbeitet man wissenschaftlich auf der Uni."
Meine Mutter war gerührt. Sie sei ganz stolz auf mich, sagte sie.
"Ja, das können Sie auch sein.", meinte er.
"Wir leben nun seit 3 Jahren getrennt, die Maria und ich.", meinte meine Mutter, und ich befürchtete schon, es würde nun noch sentimentaler werden.
"und da möchte ich eben informiert sein.", sagte sie. (puh)
Er verstand.
"Und sie will das dann ja auch studieren.", meinte Mom. "Ahja?! Aber nciht auf Lehramt!", sagte er gleich. Weil man keine Plätze mehr bekomme. Es gäbe so viele, die das studieren, dass es Wartezeiten von einigen Jahren gäbe.
Hm, das macht mir einen Strich durch die Rechnung. Aber die Idee auf Lehramt zu studieren, war neu, also werde ich mir eben was anderes einfallen lassen. Publizistik vielleicht.
"Und im Unterrichtsfach Philosophie hat die Maria...", er zückte seinen Taschenrechner. "94 Punkte. Und für das Halbjahr braucht sie... 84 Punkte." Ich grinste.
"Ja, also... und für das Ganzjahr... 111 Punkte."
Oh Mann! Ich hatte gar nicht gewußt, dass ich bereits so viele Punkte habe!
Er meinte, er erwarte von mir nur noch, dass ich mitschreibe und aufpasse, und ich müsse auch die schriftlichen Mitarbeiten nicht machen und die Arbeitsblätter.
Ich solle mich im zweiten Halbjahr mehr auf die Dinge, die Fächer konzentrieren, die dann bedeutender sind, um das Schuljahr gut abzuschließen.
Verstehe.
111-94, das sind noch 17 Punkte, die mir fehlen, um eine 1 am Ende des Jahres, also im Mai/Juni zu haben.
Wie geil!
Er meinte, dass ich aber 16 neue Punkte im neuen Halbjahr brauche. "Aber das ist ja kein Problem!" "Überhaupt nicht. " "Du musst nur im Unterricht mitarbeiten, aber das wirst du ja sowieso tun." "Ich kann nicht anders.", sagte ich.
Wir scherzten noch über Mathematik, nicht nur wegen des Taschenrechners, sondern weil klar war, dass das einfach nicht unsere Stärke ist, und verabschiedeten uns. Freundlichst.

"Und wohin jetzt?", fragte meine Mutter.
"Hier rum. Zu meinem Klassenvorstand, Prof. Häusle."
Prof. Häusle ist ein sehr pünkltlicher Mann und unser Termin war erst in 6 Minuten (man kann jeweils 5 oder 10 Minuten buchen) und so warteten wir vor der TÜr. Ich sah meine Deutschprofessorin Frau Prof.Sinz wartend in ihrer Klasse nebenan stehen.
Ich grüßte sie.
"Meine Deutschprofessorin", sagte ich zu meiner Mutter.
Wir standen herum, bis meine Mutter zaghaft in ihr Klassenzimmer ging und sagte, sie warte nur auf einen anderen Termin. "Oh, ich auch.", meinte sie (freundlichst... aber sie ist generell eine freundliche Natur) "Bitte." Wir setzten uns auf die vorbereiteten Stühle.
"Wissen Sie, in Deutsch," fing meine Mutter an (und ich wußte, dass der übliche Scherz folgen musste, den sie immer gegenüber unseren Deutschprofessoren macht.) "dürfen mich meine Kinder nicht entdeutschen." Wir lachten.
"Also in Deutsch..", sagte meine Professorin. "Ist die Maria... ja, also.. einfach sprachenbegabt."
Und da fing meine Mutter nun wirklich an, zu weinen. "Ich bin eben so gerührt.", sagte sie. "Och, Mom, ich lächelte. "Du musst doch nicht weinen."
Es war unglaublich filmreif.
"Ja, nicht nur sprachbegabt, auch das intelektuelle Talent..", wollte Prof. Sinz forsetzen... Meine Mutter schmolz dahin.
"Soll ich noch mehr weitermachen?", fragte mich Prof. Sinz grinsend. "Ja, nur zu!", lachte ich.
Aber wir mussten uns verabschieden, da Prof. Häusle auf uns wartete.

Er war natürlich auch besonders freundlich, aber ehrlich freundlich. Er kann gar nicht anders, als freundlich zu sein.
Er begrüßte uns, wir nahmen Platz.
"Ja, die Maria.... in Mathematik hat sie sich ja nie schwer getan.", meinte er und ich sah meiner MUtter an, dass sie sich da ein Lachen verkneifen musste. "Die 2 jetzt in der Schularbeit.. sehr gut, also, ja.."
Ich war zufrieden.
"Und wegen den Verspätungen..."
Ohje. Ich hatte meine Mom bereits vorgewarnt.
"Ja.. also wir haben da eine Abmachung und so geht es ganz gut. Aber sie gibt mir das Gefühl, dass ihr das Nachsitzen nichts ausmacht."
"Doch, doch, schon.", sagte ich schnell.. Es war mir tatsächlich relativ egal, aber seit er mich in den Nachsitzstunden mit Mathe quält, ist es wirklich nciht mehr so lustig, als wie ein Buch zu lesen.
Wir hatten das Anfang des Schuljahres in der Pause besprochen.
Er meinte, er sei gnädig mit mir, er hätte mir auch eine völig sinnlose Arbeit zuteilen können. Z.b. einen Aufsatz zu schreiben. Oh, hätte er es doch gemacht! Ich schrieb ihm letztes Jahr eine drei Seiten Erörterung über Zuspätkommen und hätte gut und gern noch 10 Seiten mehr schreiben können.
Aber diese Matheaufgaben... "Es ist eben in meinem Sinne," hatter er zuvor gesagt, wie immer lächelnd, "dass aus dir eine gute Mathematikerin wird!", meinte er. Oh, wie niedlich! Er gibt die Hoffnung nie auf!
"Aber", sagte ich. "Das hier ist sinnlos!"
"Mathematik ist doch nicht sinnlos.", beteuerte er bestimmt aber freundlich und ein wenig irritiert.
Dass ich 2en und 1en, aber auch 5en schreiben kann, je nach Lust und Laune, ist ihm immer noch ein Rätsel.
Nun, meine Mutter war wegen der Verspätungen doch nicht so erfreut. Aber auch nicht verärgert.
"Mit der Maria kann man auch immer sehr gut reden," meinte Prof. Häusle. "Sie versteht Argumente sehr gut." Oh, wie nett. Dieses Reden in der dritten Person von der "Person Kind/Schülerin" kam langsam schräg.
Um 18.45 Uhr stand Prof. Häusle auf. Er meinte, er habe nun leider den nächsten Termin, er wolle nur noch einen Satz im Hinausgehen sagen.
Er ist zwanghaft pünktlich, es war ihm nicht übel zu nehmen.
"Wegen Französisch."
Oh Gott!
Ja, die 5. Diese dumme 5 in Französisch.
Er informierte sie darüber und meinte, wir Schüler sollten eben etwas kooperativer sein.
Kooperativ??! Ja, ich verstand, was er meinte und wir verabschiedeten uns überfreundlichst.
"Wo ist denn deine Französischprofessorin?", fragte meine Mutter. "Soll ich ihr die Meinung sagen? Soll ich sie ein wenig auf Pädagogik anreden?" "Mom, nein, schon gut, bitte nicht. Die Frau ist frustriert genug!" "Soll ich ihr eine Beratung empfehlen? Coaching, Frau Prof, Coaching!" "Nein, schon okay, Mom." "Oh! Ich könnte ihr beim Hinauslaufen meine Karte geben!"
"Nein! Lass es! Die ist ja arm genug. Ich meine.... als Person ist sie ja okay, aber als Lehrerin... nein.. aber das tut mir ja leid für sie."
Meine Mom klopfte bei Prof. Marks Klassenzimmer an. Sie öffnete und blickte uns irritiert an. "Können wir.. auch ohne Termin, völlig unangekündigt vielleicht...", fragt sie.
"Nein, das geht nicht, wirklich nicht.." sie wies uns ab, weil bereits der 19.00 Uhr Termin wartete.
Wir gingen weg. "Ich kenne sie!", sagte meine MUtter. "Mir fällt nur nicht ein, woher!" "Echt jetzt?" "Vielleicht aus einer Beratung!" (oh, ich hoffe nicht.)
Wir blieben im Flur stehen und berieten die Situation, dann gingen wir Café trinken.

Wir redeten über die Vergangenheit, über Lukas, Naomi und über James und ich erzählte ihr von der Idee, mit James für ein Jahr zusammen zu ziehen und mir eine Auszeit nach der Matura zu nehmen.
"Klar!" sagte sie. Ich war überrascht. Ich hatte mir eine wesentlich negativere Reaktion erwartet.
"Das habe ich Lukas auch angeraten. Mach das. Wenn du das willst."
Sie war heute so stolz auf mich, es war ein guter Zeitpunkt gewesen, zu fragen!
Super. James und ich hatten die Idee schon länger (ursprünglich wollten wir nach Wien) und wenn es klappt, freut mich das ungemein!

Ich kam nach Hause und traf Sami. Er ist in letzter Zeit nicht oft zu Gesicht zu bekommen, er arbeitet viel und wenn er frei hat, schläft er, oder ist unterwegs.
Kein Wunder. Er wird radikal rausgeschmissen. Sein Zimmer ist ungeheizt und die Kartons stehen übereinander, halb gepackt, halb fertig und er hat noch nicht einmal eine Wohnung gefunden.
Dass meine Tante und mein Onkel so hart sein könnten, hätte ich mir eigentlich nicht gedacht.
Ich redete mit Sam darüber. Aber Sam schlägt sich schon durch. So jemand wie er lässt sich nicht unterkriegen. Er hat ja bereits wieder einen Job, einen guten Job, einen super Chef von seinem Kaliber und ein gutes Einkommen. Nur mit der Wohnungssuche klappt es nicht. Wir sind eben beide definitiv internetsüchtig.
Wir redeten zu dem Thema auch über meinen Ex, Andi, aber dazu will ich nun eigentlich nicht weiter schreiben.

Gute N8 Welt!
Ich hoffe immer noch, auf Verstand. Mein Herz soll für ein paar Monate erstarren.

13.12.06 00:12


11. Dez. - Ereignisreiche, skandalöse Tage


Mittwochfrüh
begann also mein Geburstag.
Die Muffins-Tiramisu-Akton kam super an .
Mittags bekam ich mein erstes Geschenk: Ein Synonymwörterbuch! Hammer! So ein Teil wollte ich mir selbst bald kaufen !
Abends habe ich dann mit Großeltern bei meinem Dad und Family gefeiert. Ich bekam ein schräges Buch von Tucholsky, einen MP3-Player, ein leeres Buch zum reinschreiben, eine schöne, kleine Vase, Geld und Schokolade. Die Einzige, die mich wirklich aufregte, war meine MUtter, die erst mit der lahmen Entschuldigung, sie stehe im Stau und könne nicht kommen (man muss bedenken, dass es um 17.00 Uhr war, wir etwas für 19.00 Uhr ausgemacht hatten und ein Stau bei uns höchstens 30 Minuten anhält, allerhöchstens) ankam und dann schlußendlich doch für 10 MInuten auftauchte, um mir mein "Geschenk" zu geben, mein Taschengeld in einem Kuvert. Wow. Sie finanziert mir mein Ballkleid, das 110 € kostet, sagte sie, gab mir schlußendlich aber 30 € zu wenig und ich hatte keine Lust, sie darauf anzusprechen. Ich hasse so was. Ich will nicht undankbar sein, aber die Sache ist die, dass sie meinem großen Bruder ein Flugticket nach China um einige tausend Euro bezahlt hat, meine kleine Schwester ständig zum Shoppen irgendwohin mitnimmt und sich selbst teilweise Gürtel um 100 € (!) kauft.
Naja.
Es gab einen leckeren Kokossträuselkuchen und Glühwein und ich amüsierte mich durchaus. In letzter Zeit komme ich mit Dad und Familie immer besser aus.

Donnerstagabend feierte ich dann mit meinen Freunden. Laura war da, James natürlich, Tammi und Markus und Nadja und MIchelle. Ich bekam viel Schokolade, einen süßen Teelichthalter, eine Volumenspülung, wegen meinem nicht vorhandenen Volumen (danke ) und von James viel zu viel: 2 Dvds, Schokolade, 2 Karten und einen GilmoreGirls-Anhänger.
Wir rauchten Grünzeug, sprangen auf dem Riesentrampolin, sahen Filme, laberten, hatten Spass.
James und Laura übernachteten hier und wir frühstückten am nächsten MOrgen auf der Terasse. Im Dezember! *lol* Als wäre das nicht verrückt genug, veranstalteten wir einen Sandwich-Bau-Brat-Wettbewerb und bauten einen Turm namens "Stevie".
Oh Mann, ich liebe Leute, die bei so was einfach mitmachen, ohne zu hinterfragen, was man gerade plödsinniges macht. Das macht einfach riesen Spass . Deshalb liebe ich es, mit James breit zu sein... und Laura passt sehr gut dazu .
Weitere Neuigkeit: James hat mich gefragt, ob wir zusammenziehen! Hammer! Darüber hatten wir schon öfters gesprochen, aber noch nie konkret. Eine WG in Feldkirch. Mit James zusammen zu leben wäre einfach genial. Aber dafür müsste ich meine Pläne, die Reisen, das Studieren, über den Haufen werfen. Scheiss drauf, ich würd's machen! Aber meine Familie wird weniger begeistert sein.

(Fotos folgen noch)

Schulisches:

Unsere Maturazeitung (ich weiß nicht, ob ihr so was in Deutschland auch habt... eine Zeitung, die die jede Abschlussklasse herausbringt, in der die Schüler und Lehrer vorgestellt werden) kam inoffiziell an meinem Geburtstag heraus.
Wir zeigten sie nur zwei Professoren, was aber gleich einen riesen Skandal auslöste. Unser Thema: Playboy. Ich fand das Thema von Anfang an Scheisse, aber bei demokratischen Abstimungen in der Klasse muss die Minderheit sich eben mit dem Ergebnis abfinden.

Aber was für Entsetzen sorge, war: Wir hatten die Köpfe unserer Profs auf die Körper von Playboybunnies und nackte bis halbnackte Männerkörper zugeschnitten und Collagen gemacht. So ist nun also die Deutschprofessorin mit einem durchsichtigen Shirt, in einer eindeutigen Pose dargestellt, unser Philoprof läuft nackt durch eine BIbliothek, mit Büchern als Lendenschutz, unser Chemie-Prof. ist komplett nackt und unser Klassenvorstand ist Hugh Hefner im Morgenmantel, usw.
"Wir wollen uns so nicht sehen." "Wir wollen nicht so dargestellt werden." "Ich will nicht in Zusammenhang mit solchen Posen gebracht werden." (Zitat D-Prof) "Ich hab keine solchen Spaghettiarme!!!" (Zitat Philo-Prof) "Das ist absolut daneben!" usw.


Meine Meinung zu der Sache ist zwigespalten.
Unser Direktor hat in der Komiteesitzung heute Vormittag ein geiles Statement abgegeben: Das Thema Playboy sei für eine Schule sowieso völlig ungeeignet, weil das Niveau dieses Magazins einfach extrem niedrig ist. Kein Wunder, dass dann so etwas dabei herauskommt.
Da hat er recht.

Wie gesagt. Das Thema gefiel mir von Anfang an nicht. Ich habe mich dann großteils auch aus der Sache rausgehalten, weil ich mit "Playboy" nichts anfangen kann. Ich habe mich auf die Texte konzentriert und sehr viele davon geschrieben. Und es kann nicht behauptet werden, dass die respektlos geworden wären. Ein wenig klischeehaft, ja, aber worauf soll man denn sonst Bezug nehmen, wenn man seine Profs nur oberflächlich kennt?!
Aber momentan geht es ja nur um die Bilder...
Ich finde auch, man sollte diese Bilder nicht zu ernst nehmen. Die Profs werden in diesen Zeitungen immer ein wenig verarscht, damit müssten sie eigentlich mittlerweile rechnen. Und wir haben extra darauf geachtet, nicht allzu krass zu sein. Die Bilder... ja, sie sind sexistisch. Aber was will man bei so einem Thema auch erwarten?!
Ich verstehe die Lehrerseite, aber sie interpretieren mehr hinein, als dahinter steckt. "Was hat euch Anlass dazu gegeben, mich so darzustellen? Was waren die Kriterien, mich in so einer Pose abzubilden?", wurden wir gefragt. Es gab keine Kriterien. Es war einfach unüberlegt.
Ich finde, man sollte erst dann wirklich urteilen, wenn man versucht hat nachzuvollziehen, was sich der Urheber bei etwas gedacht hat. Das ist doch eine Einstellung, die viele Profs auch offiziell vertreten. Aber es ist schon traurig zu sehen, dass sich eigentlich keiner von ihnen daran hält.
Außerdem: Ist es wirklich so unglaublich wichtig, was die anderen von ihnen denken? Wo bleibt das Selbstbewusstsein, bitte?! Das Ganze ist eine Lapalie und die Diskussionen in meinen Augen ziemlich lächerlich. Die Welt wird sich trotz dieser Bilder weiterdrehen.
Beide Seiten übertreiben und sollten sich ein wenig beruhigen.



Als ich aus der Schule ging, mich auf mein Fahrrad schwang, und losfuhr, startete gerade Prof. Z. seinen Wagen. Wir fuhren für einige Sekunden nebeneinanderher. Er hupte ein paar Mal, nickte mir zu und lachte mich an.
Oh Gott, ich bin definitiv verknallt in ihn. Himmel, kann mir jemand meinen Verstand wiedergeben?!

11.12.06 20:02


Happy Birthday to meeeeee, just to meeee!

Happy Birthday tooooooo meeeeeeeee

00.02 Uhr. Mein Geburtstag hat begonnen. Ich bin 20!

Heute ist der einzige Tag im Jahr, wie ich beschlossen habe, an dem sich mein Leben nur um mich dreht. Ich lasse den Egoismus über mich herrschen und mache, was ich will.
Heute vor 20 Jahren hat mein Leben begonnen. Das möchte ich schon feiern. Heute bin ich die Göttin der Welt *hehe*.

Ich habe für morgen Muffins und Tiramisu gemacht. Für die Schule. Wir haben in der zweiten Stunde eine Freistunde und das ist perfekt für so was.
Wieso ich das mache?
Weil ich meine Klassenkameraden so lieb habe und sie mich sicher mögen, wenn ich Kuchen mitbringe.
Schwachsinn!
Ich mache das nur, weil der Geburstag eines Mitschülers für alle anderen in der Klasse dennoch ein ganz normaler Tag ist. Ein schlechter oder guter, ein stressiger oder anstrengender oder motivierneder, aber in jedem Fall nur... ein Schultag.
"Ah, X hat Geburstag." "Alles Gute." "Danke."
Aber wenn sie Futter bekommen, freuen sie sich auch mit. Nicht über meinen Geburtstag, mehr wohl über die Muffins und die Tiramisu. Aber das reicht mir, um mich in meiner Egozentrik zu sonnen, denn dann ist morgen doch kein normaler Schultag :D.

00.13 (in der Zwischenzeit ein Streit mit der Katze am Telefon. Sie ist unfassbar, und ich würde ihr gerade gerne den Hals umdrehen, aber sie leidet doch selbst sicher genug unter ihrer unglaublichen Egozentrik. Vor allem, wenn sie feststellen muss, dass sie doch nicht so toll ist, wie sie es glauben möchte. Sie hat mich gefragt, ob ich ihr in Mathe was helfen kann, weil ihr ein toller Physik-Student die Aufgaben gegeben hat. Ich sagte jetzt, mein Geburstag hat angefangen und ich habe keine Lust mehr, mich mit Mathe zu befassen. Sie war nicht gekränkt, sie war in Rage. Sie schrie und regte sich so unglaublich auf... Ich sah das nicht ein. Es ging nicht um eine Uni-Prüfung, die sie morgen hätte, dann hätte ich ihr noch versucht zu helfen. Es geht darum, dass sie dem Kerl morgen die erledigten Aufgaben geben möchte, um ihn zu beeindrucken, um ihm zu beweisen, dass sie umwerfend ist... ihm und sich selbst.
Aber dafür verschwende ich nicht die ersten 2 Stunden meines Geburtstages.
Sie meinte jedenfalls: "Weil ich das jetzt selbst schaffen möchte, ohne dass mir jemand hilft!"
"Gerade lässt du dir doch auch von mir helfen." (Sie flehte mich ja förmlich an)
Schach matt.
Soll sie spinnen. Ich mache bei ihrer kleinen Welt nicht mehr so mit, wie sie das möchte, aber damit muss sie klar kommen... oder eben nicht. Was traurig wäre, aber es muss unweigerlich so enden, wenn sie nicht aufhört, alles nur auf sich zu beziehen und nur von sich und ihrem Leben zu reden. Ich habe das lange akzeptiert. Manche Freundschaften brauchen viel Zeit, um zu reifen und sich zu formen. Aber die Katze... ist zu katzig. Sie ist nicht die Göttin meiner Welt. Das bin ich . Auf jeden Fall heute!)

Meine Mom schrieb eine Sms. Sie sei stolz auf mich, aus vielen Gründen und froh, dass ich so bin, wie ich bin. Und dass sie mich liebe . Und Markus schrieb eben einen furchtbar lieben Geburstagsgruss.
Es freut mich so, dass jetzt schon liebe Menschen daran denken und ich habe mich schon seit Jarhen nicht so auf meinen Geburstag gefreut !

Viel geht vor, in meinem momentanen Leben. Aber es ist gut so. Ich bin froh darüber, wie die Dinge sich entwickelt haben.
Vor 3 Jahren stand ich absolut am Abgrund. Eine Sackgasse... das Ende. ICh wußte nicht, wie ich weiterkommen sollte und war mir selbst weniger wert, als irgend sonst ein Mensch.
Und heute... bin ich einfach froh, am Leben zu sein, weil es verdammt nochmal eine geile Welt ist, in der wir leben !
Es läuft viel schief, keine Frage, und der Mensch in Masse ist ein wirklich entratenes Wesen, aber der ganze blaue Planet, das Universum, und was auch immer noch da draussen ist, und irgendwo.. ja, auch die Kreatur Mensch. Weil sie das komplexeste Wesen ist, das wir kennen... das alles ist so spannend und genial, dass ich mir wünschte, ich wäre unsterblich, um alle Wunder um uns herum irgendwann annähernd erkennen zu können.

Heute ist mein Tag
!

6.12.06 00:25


18. November, 2006

Ramona und ich hielten unser Referat in Philosophie. Niccolo Machiavelli - das beste Thema, über das wir je referieren durften! Das beste Referat bisher, meinte Z. und belohnte es mit einer 1. Anschließend entstand eine Diskussion zwischen ihm und den dämlichen Jungs der Nebenklasse, die keine Argumente hatten und Wörter verwendeten, von denen sie noch nicht einmal wußten, was sie heißen ("Die Audienz ist nicht mehr aufnahmefähig." Z.: "Aha. Interessant, denn Audienz heißt einen Termin bei einer höher gestellten Person zu haben. Du meinst wohl Auditorium!". Lächerlich! (ch würde diese dummen Kinder, die Versuchen, sich gegen jede Autorität, die sich darauf einlässt, aufzulehnen, nur um zu zeigen, wie mutig sie doch sind, sich aber in Wahrheit nur blamieren, am liebsten kaltblütig ermorden, mit meinen bloßen Händen erwürgen. Denn sie halten den Unterricht auf mit ihren dummen Einwürfen, nur um zu zeigen, dass sie ein schwieriges Wort kennen. Mein Gott.. ich könnte auch alle 5 Minuten erzählen, was ich nicht alles in dem Zusammenhang schon gelesen habe, aber es tut nichts zur Sache und hält den Unterricht auf. UNd jedes Mal möchte ich schreien: "Jaaaa! Mein Gott, wen interessiert's. Jetzt halt die Fresse, du Vollidiot und lass Prof. Z. den Unterricht fortsetzen, denn ich will Stoff, noch mehr Stoff, geben Sie mir Stoff!"
Ich liebe die Philosophie und wehe mir kommt jemand in die Quere, wenn ich davon mehr bekommen könnte! Ich liebe die Philosophie einfach.

Heute zoffte ich mich mit der MIetzekatze wegen dummen Missverständnissen und weil wir für den jeweils anderen dachten und weil sie einfach u
ngern zugibt, wenn sie jemanden mag oder Schwäche eingestehen müsste.

James hat mich eingeladen, mit ihm, seiner neuen Freundin und einem Bekannten mit auf eine Gruftie-Party in D. zu fahren, aber ich habe abgesagt. Ich fühle mich mies, bin müde und hatte keine Lust, wegzugehen. Aber jetzt bereue ich es schon ein wenig.

Hatte mit meinem großen Bruder heute eine philosophische Diskussion, die sich um Wahrheit und Wissenschaft drehte.

Ich habe doch eigentlich noch so keine Ahnung, von der Welt!

Wende mich jetzt besser wieder meine Arbeit zu. "Wissen hat eroitische Komponenten.", meinte Prof. Z. Stimmt. Wenn ich das nächste phil. System für mich gleich "knacke" ist das genugtuender als Sex mit irgendeinem Idioten.

18.11.06 20:28


11. November 2006

Ich habe lange nicht geschrieben, weil ich in der Schule, und außerhalb der Schule einfach schon genug schreiben muss.

Heute Abend war ich auf der neuen Shadowplay-Party, die zweite „Gruftie-Party“ im Land. Ich hatte eigentlich keine Lust, hinzugehen, aber ich hatte James zugesagt und ich wollte seine neue bald-Freundin (wieder)sehen, und auch Nadja und Michelle, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte, und natürlich auch die Party selbst und die neue Location und die üblichen Verdächtigen, die anwesend sein würden.

Party und Location waren gut. Mehr Platz zum Rumsitzen, mehr Platz zum Tanzen und gute Musik J.

James Date hätte besser laufen können. Nicht, dass Sarah nicht total lieb und nett wäre, aber sie ist recht schüchtern und redet nicht viel. Das machte ihm etwas zu schaffen. Ich tanzte, redete mit verschiedenen Freunden und Bekannten (auch Tammi und Markus waren da und es freute mich seit langem sehr, sie zu sehen und ich hatte viel Spass mit Tammi. Sie gingen früh nach Hause), bekam eine kurze Beziehung und deren Ende mit, und sah James mit Sarah am immerselben Platz sitzen, nach und nach schüchtern sich einander annähernd (mein Bruder ist schüchtern in Liebesangelegenheiten, wer würde das denken?!). Und als sie da so saßen, Arm in Arm, lächelte ich ihm zu und er verstand, und lächelte zurück. „Ihr seid so lieb, ihr zwei.“, sagte ich ihm, als ich ging und er umarmte mich lachend, ohne etwas zu sagen. Aber wir wussten beide, was wir meinen.

Ich will definitiv nicht „mehr“ von ihm. Sonst hätte ich mich niemals so für ihn gefreut.

 

Mittwoch Matheschularbeit. Ich muss unbedingt noch lernen. Die Grundprinzipien der Rechnungen verstehe ich, aber ich mache immer so dumme, kleine Fehler, die mir am Ende die Note versauen.
Bis Ende der Woche muss ich zwei Kapitel an meinen Philoprof abgeben. Ich wünschte immer noch, er wäre nicht so genial, dass ich ihn anziehend finden muss. Und dieser Blick, den er mir zuwirft, wenn die Schüler sich desinteressiert verhalten, dieser Du-verstehst-was-ich-meine-Blick. Bei den Prüfungen das Grinsen in meine Richtung, weil er weiss, dass ich die Antworten kenne und dieser fragende Blick zu mir, wenn er am Ende die Punkte geben muss. „12 Punkte?“ Dann nicke ich zögernd und er trägt schließlich die Punkte ein. Und letztens konnte keiner die Erkenntnistheorie von Aristoteles erklären, also meinte er: „Wer kann mir das beantworten?... Maria, hattest du deine Prüfung schon?“ „Ja, aber ich könnte.“ „Hmm... schade.“ Himmel. Lassen Sie das! Kein Wunder, dass Ramona meinte, ich sei in den Philosophiestunden überheblich. Und das möchte ich nicht.

Immerhin bleibt mir die Gunst meiner MitschülerInnen erhalten, da ich ihnen immer mit dem Stoff helfe und gerne noch einmal alles erkläre. Es freut mich ja, dass ich in dieser Hinsicht so gefragt bin und meine Mitschriften von Hand zu Hand gehen. Aber es trägt nicht dazu bei, dass ich, im Bezug auf die Philostunden, nicht denke, etwas Besseres zu sein.

18.11.06 20:16


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GB