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melancholische Klšnge

Oh, keine Frage: Ich verliere allmählich den Verstand. Stück für Stück rutscht er ab.
Süchtig.
Diese meine Realität entspricht nicht der allgemeingültigen.

Was sollte mir schon daran liegen hier etwas zu erreichen? Ich halte nichts von eurer Welt!
6.10.07 03:58


Hier und Da, Dies und Jenes

 Hier und Da, Dies und Jenes

 

Ich habe ewig nicht mehr hier geschrieben... ich werde demnächst mal ein Update geben, was sich so verändert hat in meinem Leben...

Hach, die Männer von denen ich das letzte Mal schrieb *lächelt*... die Emotionen ruhen und doch sind sie versteckt in mir, irgendwo, ich weiß es, ich kann sie spüren wenn ich in mich hinein horche, aber ich vermeide es.

Mein Verstand muss mir erhalten bleiben, vorerst, bis Dienstag. Ich habe Dienstags die mündlichen Klausuren meiner Abiprüfung. Die schriftlichen liefen gut, 1en in den Sprachen und eine 3 in Mathe. *muhaha* Nach einem Tag lernen, und das auf Mathe. Akzeptabel, hätte besser, hätte aber auch schlechter sein können.

Nundenn.. das war es vorerst von mir, denn mein Kopf fliegt umher, schwebt irgendwo da oben unter der Decke und knallt hoffentlich nicht runter.

Ansonsten: Habe heute ein blaues Kaninchen gestreichelt und es hat nicht einmal abgefärbt

23.6.07 00:43


Mein armes Herz verwirrt, mein Gehirn Matsch, mein Geist schlaftrunken....
13.4.07 06:13


1. April, 2007 

Eigentlich bin ich oft draussen, im Licht, in der Natur, aber irgendwie ist mir schon wieder entgangen, dass der Frühling angefangen hat. Lautlos schlich er sich ein und plötzlich schossen und sprossen überall Blumen aus dem Boden und Blüten auf den Bäumen. Der Frühling hat begonnen, die Welt sich wieder verändert und auch in meinem Leben gab es Veränderungen, die mein weiteres Leben beeinflussen.

Doch gerade denke ich nicht an diese Veränderungen, denn ich bin beherrscht von einem merkwürdigen Gefühl, merkwürdig deshalb, weil es eigentlich gar nicht existieren sollte.
Ich sitze allein Zuhause, zieh mir ein paar Folgen Gilmore Girls und ein paar Filme rein und vermisse Sebio.
Ich war gestern Abend bis heute Abend bei ihm, habe mir eine Auszeit gegönnt, pure Entspannung, ein Treffen unter dem Motto "faul rumliegen". Wir haben Filme geschaut, etwas Alk getrunken, gekuschelt und... ja, natürlich... der Sex *s*. Hatte ich nicht gesagt, die Sache mit Sebio wäre beendet, ein für allemal? Wieso war ich dann bei ihm?
Gestern, als ich beschlossen hatte, nicht zurück zur LAN zu gehen, weil Bianca und Thomas und die ganze Situation mir so auf den Keks gingen, schrieb ich Sebio an, der meinte, er hätte eigentlich auch keinen Bock. Sofort ergriff ich die Gelegenheit und schlug vor, wir könnten gemeinsam ein faules Wochenende verbringen. Ich fuhr zu ihm. Nicht mehr er ist mein "Budycall", ich bin jetzt der seine. Die Zeiten, zu denen er sehr viel auf sich genommen hat, um eine Nacht mit mir verbringen zu können, die Zeiten sind vorbei. Jetzt fahre ich zu ihm, statt er zu mir. Es heißt, sobald sich das Ganze umdreht und du nicht mehr ihn, sondern er dich in der Hand hat, musst du die Sexbeziehung sofort beenden!
Ja... ich weiß... Aber, keine Ahnung.. ich hatte Bock auf künstliche körperliche Nähe, auf Sex und auf ein chilliges Weekend mit einem Kollegen, der so gar nichts mit meinem Alltagsleben zu tun hat, dass ich mich ganz bestimmt mal für 1-2 Tage völlig davon distanzieren kann.
Und es tat mir gut, in seinen Armen zu liegen.
Ach, ich hatte es doch eigentlich die ganze Zeit gewußt, dass die Sache mit Sebio nicht für mich abgeschlossen war. Ich fühle, wenn ich etwas hinter mir gelassen habe und das Gefühl hatte ich nicht als ich nach außen hin den Entschluss äußerte.
Es hilft alles nichts, ich kann mich nicht selbst austricksen.

Manuel schreibt mir wieder.
Ich habe bei Sebio nachgefragt, ob Manuel noch mit Magdalena zusammen ist, und soweit dieser weiß, nein, ist er nicht mehr. Und Barbara, mit der er gleich umging wie mit mir vor langer, langer Zeit, hat einen Freund. Ich war mir sicher, er würde mit ihr zusammenkommen, denn ich bin mir auch ziemlich sicher, dass er in Barbara verliebt ist, so wie er mit ihr umgegangen ist, aber sie scheinbar nicht in ihn, oder sie weiß es nur noch nicht...
Jedenfalls: Er schreibt mir wieder. Selten aber doch. Und er fragt wieder, er... ich meine... er kommuniziert mit mir! Das verwundert mich, denn ich dachte, Manuel ist definitiv und unweigerlich fort, Vergangenheit, ein ferner Bekannter vielleicht.
Es wundert mich. Das letzt mal als wir geschrieben haben, schrieben wir viel und lange und haben irgendwann ausgemacht, wir würden eines Tages eine Runde Strippoker gegeneinander spielen. Wieso eigentlich, ich habe keine Ahnung, aber allein die Tatsache, dass wir so eine Vereinbarung haben sollte mir absurd erscheinen. Oder?
Es hilft auch hier nichts, ich kann es nicht leugnen: Ich habe immer noch Gefühle für ihn.

1.4.07 19:06


Mittwoch, 21. Februar 2007

Eine Reise in die Vergangenheit Europas

Die Zugfahrt nach Rom war mehr anstrengend als erholend. Meine Freundin E. hatte zum Glück genau wie ich durchgemacht, also waren wir auf dem gleichen Level. Wir hatten gehofft, im Zug schlafen zu können, aber eingequetscht zwischen Tischchen, Fenster und einem dicken Italiener, den ich einfach nicht verstand, und der sich machohaft ausbreitete, war an Schlaf nicht zu denken.
Aber ich muss dann wohl doch eingenickt sein, denn E. weckte mich, als der Zug bereits am "Trevi", dem Hauptbahnhof Roms stand. "Es ist ja echt schwierig, dich zu wecken." Ja, wenn ich schlafe, dann wie ein Stein.

Da war ich also: In Rom!
Die zweite Wiege unserer Kultur sozusagen (nach Griechenland), die einstige Millionenstadt, einstige Hauptstadt der sogenannten "zivilisierten" Welt!
Allein die Vorstellung davon, was hier vor vielen vielen Jahren vor sich gegangen sein muss, ist umwerfend.
Hier war ich also, hineingeworfen in eine Großstadt, das merkte ich gleich, als ich auf dem größten Bahnhof, den ich je erblickt und durchschritten habe, allen möglichen Menschen ausweichen musste, die im Stadtschritt hin- und her eilten und umher wuselten.

Wir suchten nach einer günstigen Übernachtungsmöglichkeit und fanden ein hervorragendes, sympathisches wenn auch etwas zu praktisch eingerichtetes Hostel für 17 Euro die Nacht inklusive Frühstück und Abendessen.
Ich fiel nach einer warmen Dusche müde in mein Bett.

Am nächsten morgen frühstückten wir mit einem sympathischen Engländer, Ende 30, am Tisch, und führten den üblichen netten Traveler-Smalltalk: Woher kommt man, wie ist die heimatliche Landschaft, Kultur und Gesellschaft, Preisvergleiche, Zug oder Flugzeug, wie findet man die Stadt, was will man besichtigen, Reiseerlebnisse, usw.
Ich freute mich darüber, mich in meinem Englisch üben zu können.

Anschließend machten wir uns auf in die Stadt. Wir durchquerten einen kleinen Park, der auf eine Anhöhe führte. Oben angekommen tauchte vor mir das beeindruckende Kolosseum auf, das berühmte Amphitheater der Römer, in dem sich Gladiatoren unter den Augen von Kaisern und den Rufen und Schreien, dem Getose eines tausendköpfigen Publikums bekämpften, Schiffe gegeneinander in die Schlacht zogen und wilde Tiere aufeinander oder auf Sklaven und Gefangene, zum Tode verurteilte, losgingen.
Die Atmosphäre, die Stimmung, es muss berauschend gewesen sein.
Heute ist das Bauwerk nurmehr eine Ruine, die viel Phantasie von seinen Besuchern abverlangt, die sehr viel ergänzen müssen, um sich eine Vorstellung davon machen zu können, wie es ursprünglich wohl ausgesehen haben muss.
Es ist schade, dass Nero so einen Knall hatte und auch, dass es üblich war, für neue Bauwerke die Steine der alten abzutragen.

Nach dem Besuch im Kolosseum spazierten wir durch den geheimen Garten
des Forum Romanums. Als ich den Garten betrat, schlug mir sofort der angenehme Duft nach Orangen entgegen, mit einem hauchzarten zitronigen Ton, denn überraschenderweise blühten im ganzen Garten Orangen- und vereinzelt Zitronenbäume.
Eine Ruine steht in jenem Garten neben der anderen, zerbrochene Säulen stehen oder liegen auf dem Boden,
hier und da von Pflanzen umwuchert und bewachsen. Wir stießen auf kaputte, kopflose Statuen oder manchmal nurmehr auf die weissen Sockel, der letzte Rest der von ehemaligen Statuen übrig geblieben war, die wir nun, für einen Augenblick und einen Schnappschuss, ersetzen.
Steigt man in jenem Garten jede Treppe hinauf, bietet sich dem Suchenden plötzlich ein beeindruckender Ausblick über das alte, und in der Ferne, das neue Rom. Ich lehnte an der steinernen Mauer, das antike Rom zu meinen Füßen, die kühle Luft auf meinen Wangen, und empfand eine sonderbare Melancholie, gemischt mit der Aufregung, die die Neugierde und die Entdeckungen in mir hervorriefen.

Schließlich spazierten wir durch das Forum Romanum selbst, das ehemalige Zentrum der antiken Stadt, jener Ort, wo alles angefangen hatte.
Auf einer alten Strasse liefen wir an den Ruinen einstiger kolossaler Bauwerke vorbei, von denen nur noch Bruchstücke zurückgeblieben sind, ein Puzzle der Vergangenheit, das von Ärchäologen und Geschichtskundigen für den interessierten Zuschauer zusammengesetzt wurde, für den "modernen", informationssüchtigen Menschen, der alles bestaunt und vereinzelt meint, zu verstehen.

Wir besuchten den Piazza Navona, mit seinen drei Brunnen, aber zu meiner Enttäuschung war der großartige Fontana dei Quattro Fiumi von Bernini leider wegen Restaurierungsarbeiten verdeckt. Es wird immer irgend etwas restauriert in der ewigen Stadt, die zu ewigem Verfall verdammt ist.

So auch der Boden des Pantheon, auf dem einst ein Tempel, den Planetengöttern geweiht, stand. Immerhin errinert auch der Pantheon noch daran, mit seiner den Himmel abbildenden Kugelkuppel (einst vergoldet, doch von den Päpsten ausgeplünert.... welch Greueltat!), seiner Öffnung zu den Gestirnen und seinen der Zahl der Gestirngötter Sol, Luna, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn entsprechenden Altarnischen.

Weiter ging es zur Area Sacra, ein eingezäuntes Gebiet, auf dem vier, von Archäologen ausgebudelte, Tempel stehen, die einst den Soldaten Glück und Segen bringen sollten: Der erste geweiht Iuturna, der daneben stehende, ein runder Tempel mit korinthischen Säulen, geweiht der Glücksgöttin Fortuna, der mich besonders faszinierte, dann der dritte Tempel, der älteste unter ihnen, war der alten Gottheit Feronia geweiht, und schließlich der letzte, der größte Tempel, der "Katzentempel", wie ich ihn nenne, wahrscheinlich ursprünglich einem Wassergott geweiht. Wieso ich ihn Katzentempel nenne? Weil sich darin heute eine Herberge für heimatlose Katzen befindet, wie viele in Rom zu finden sind.
In diesem, wirklich winzigen, Tierheim für heimatlose Katzen ist es dem Besucher erlaubt, so lange zu verweilen, wie er es möchte und den Katzen etwas Nähe zu spenden. Also blieben wir dort für etwa eine Stunde und streichelten die bedauernswerten, teilweise ausgehungerten, teilweise verkrüppelten Fellknäuel.

Anschließend gingen wir Proviant für die nächsten Tage einkaufen und liefen zum Hostel zurück.

Abends ging E. mit der Mutter ihrer ehemaligen Au-Pair-Familie ins Kino. Ich blieb im Hostel, weil ich  nur wenig von dem Film verstanden hätte, und sowieso keine Lust hatte, auszugehen.

Tag II

Da E. sich den Vatikan mit diversen Freunden schon zu oft angesehen hatte, beschloss ich, mich allein auf den Weg in den katholischen Staat zu machen und sie ihrer Wege gehen zu lassen, was ihr sehr recht war, und mir auch, da ich nicht ungern eine Stadt alleine erkundige. Zwar fehlt mir ein Gesprächspartner dabei schon manchmal, aber der riesen Vorteil ist, dass man tun und lassen kann, was einem gerade beliebt und die Wege gehen kann, die man gehen will.
Ich nahm meinen kleinen Reiseführer und die Stadtkarte mit. Normalerweise bin ich hoffnungslos orientierungslos, aber anhand der Karte fand ich mich überraschend gut zurecht.
Ich spazierte von der Area Sacra, noch einmal am Pantheon vorbei, stieß zufällig auf die einstige erste Universität Roms, bestaunte hier und da interessante Gebäude, schlenderte im Sonnenlicht über den gut besuchten, von Portraitzeichnern und ähnlichem Künstlergesindel frequentierten Piazza Navona und schließlich an das Ufer des Tibers, wo ich vor der Ponte Umberto I stand und auf den Palazzo di Giustizia blickte, wohl ein staatliches Gebäude, recht imposant und kühl wirkend. Ein Gebäude das man sich nicht einfach zu betreten traut, weil es so aussieht, als wäre es nur „wichtigen“ Staatsdienern vorbehalten, was es für mich sehr unsympathisch macht.
Ich spazierte am Ufer des Tibers entlang bis zur Engelsbrücke, oder auf Italienisch Ponte Sant’ Angelo, auf der von Bernini erschaffene Engelsstatuen auf die Reisenden herunterblicken, die die Brücke zur Engelsburg, oder Castel Sant’ Angelo, einer mittelalterlichen Festung, überqueren.
Die Engelsburg finde ich nicht wahnsinnig umwerfend, aber das witzige an dem Gebäude ist, dass es vor langer langer Zeit als Gefängnis verwendet wurde, um die Christen, damals eine Sekte, einzusperren, und später von den Christen verwendet wurde, um die Heiden einzusperren *g*.
Schließlich, den Fake-Gucci-Prada-Versace-Verkäufern entflohen, die mich aber zum Glück Großteils sowieso in Ruhe lassen, weil sie hoffentlich sehen, dass mein Stil nicht zu den angebotenen Teilen passt, erreichte ich die breite Via della Conciliazione, die den Vatikan mit Rom verbindet und betrat bald darauf den riesigen Petersplatz, der natürlich touristenverseucht ist, was will man sich auch anderes erwarten?!
Den Petersdom, oder Basilica San’ Pietro, kann man natürlich nicht so einfach betreten. Der Weg dahin führt nur über einen abgesperrten Weg, eine Einschleusung der Touristen, die verschildert ist (z.B. keine T-Shirts, keine kurzen Röcke) und dem Ganzen eine Freizeitparkatmosphäre gibt. An der Ende dieser Einschleusung muss man durch eine Art „Flughafensicherheitscheck“ ehe man den Petersdom betreten darf, der natürlich wiederum von finster dreinblickender Security bewacht wird.
Der Dom selbst faszinierte mich nicht unbedingt wahnsinnig. Es gab einge nette Aspekte, zu denen natürlich ganz klar die Pietà von Michelangelo zählt, ein Meisterwerk der Bildhauerei: Die jung dargestellte Maria, die durch ihre Jugend und Schönheit die Ewigkeit symbolisiert, und Jesus, der in ihrem Schoss liegt, als wäre er federleicht. Dann gibt es noch zahlreiche Gräber im Dom, die von verschiedenen Künstlern geschaffen wurden, welche teilweise nicht uninteressant waren, beispielsweise das Grab einer gewissen Gräfin, die hoch im Ansehen eines ehemaligen Papstes stand, oder jenes Grab mit den zwei Löwen, dem brüllendem und dem schlafenden, auf dessen Rücken der Todesengel sitzt, die Hand auf die umgedrehte Fackel aufgestützt, als Symbol für das Auslöschen des Lebenslichtes, um in Kontrast dazu ein Grab, geschaffen von Bernini, der den Tod immer als Skelettwesen symbolisiert, in diesem Fall mit einer goldenen Sanduhr in der Hand. Dann gibt es natürlich noch zahlreiche Fresken, Mosaiken, Gemälde und Statuen die mir teilweise gefielen, aber alles in allem löste es leider keine Euphorie in mir aus. Vielleicht weil alles viel zu christlich ist.
Ich durchschritt das Schiff des Doms und betrachtete anschließend noch die Statue von Karl dem Großen, die hinter einem Eisentor steht, das Unbefugte nicht durchschreiten dürfen. Gegenüber, auf der anderen Seite steht eine weitere Reiterstatue am Kopf einer Steintreppe, die gerade ein paar der Schweizer Garde hinaufliefen, als ich an deren Fuß trat. Die Schweizer Garde trägt tatsächlich so bescheuerte Klamotten, wie man es im Fernsehen manchmal sieht *lach*. Aber das geilste Detail was die Jungs betrifft, finde ich, ist, dass sie während ihrer gesamten Amtszeit keine Verkehrsmittel benutzen dürfen. Ich hätte zu gerne nachgefragt, ob sie wenigstens Fahrradfahren dürfen, oder vielleicht Rollerblades? Wie sieht’s denn mit Skateboards aus, oder Trittroller? Aber leider sah ich eben nur jene, die gerade die Treppe hinauf eilten und hinter einer Tür verschwanden. Ich blieb am Fuß der Treppe stehen, denn diese zu betreten war wieder nicht erlaubt. „Stop!“, rief ein Security hinter mir. „Okay, okay.“, sagte ich. „Stop!“, meinte er wieder. „I’m already standing!“ „Stop!“ „Damn! I’m already standing here! I won’t go up there!“ Wollte er mich provozieren? Ich drehte mich zu dem Uniformierten um, der mich breit angrinste. Sehr witzig!
Ich schoss noch ein paar Fotos, dann setzte ich mich zu dem Obelisken, mitten auf dem Platz und lehnte mich an dessen Sockel. Er stammt ursprünglich aus Ägypten, was mich an die Katze denken ließ... wie es ihr wohl ergehe?... und stand in Rom im Circus des Caligula und Nero, in dem Petrus (auf dem umgekehrten Kreuz, ja DAHER kommt das, ihr dämlichen Satanisten) anscheinend hingerichtet wurde, dessen Leichnam ja im Petersdom unter dem Papstaltar begraben liegt.
Ich saß dort für fast eine Stunde und ließ mein Gesicht von der Sonne erwärmen, bzw. erbräunen, bzw. ließ ich meine Sommersprossen sprießen.
Dann ging ich zurück in die Stadt. Ich hätte mir zwar gerne noch die Sixtinische Kapelle angesehen, aber die verlangen da 11 Euro Eintritt, was ich eine Frechheit finde! Kunst sollte frei zugänglich sein! Man überlege sich nur mal, wie viel Kohle die Katholiken im Vatikan allein mit diesem Eintrittspreis machen, wenn man bedenkt, wie viele Touristen da täglich herumlaufen. Das ist Wahnsinn! Aber es ist meiner Meinung nach schon wahnsinnig, dass eine Religion einen eigenen Staat besitzt. Der Mensch ist schon ein amüsantes Tier, wenn man mal darüber nachdenkt *s*.

Ich spazierte also zurück, an einer weißen, gothischen Kirche vorbei, die mir außerordentlich gut, besser noch als der Petersdom gefiel, die völlig unbeachtet zwischen zwei normalen, sogar etwas heruntergekommenen Häusern steht, und die aber leider nicht betretbar war.

Ich ging am unspektakulären Mausoleo Augusto vorbei in die Via del Corso, in der einst Goethe gewohnt hat, und die heute, paradoxerweise, die Shopping-Meile für Tussi-Touristen ist. Hugo Boss neben Gucci, neben Versace und Armani und dem restlichen Zeug der wohlbekannten Modekreateure. Nicht, dass ich etwas gegen Modedesign an sich hätte, meine Antipathie richtet sich eher gegen die lächerlich konsumgesteuerten Leute, die sich nur dann als vollwertig fühlen, wenn sie gewisse Teile mit eben jenen Namen darauf besitzen. Und da mich diese Personen immer herrlich amüsieren, suchte ich mir einen Platz auf einer Bank, am Rande dieser Fußgängerzone/Strasse und betrachtete die shoppinggeile Gesellschaft, die großteils wieder so klischeehaft war, dass ich einerseits wieder überrascht war, mich aber andererseits gleichzeitig innerlich kaputt lachte. Was wohl Goethe dazu gesagt hätte?

Als es mir zu langweilig wurde, die kapitalistische Masse vorbeiströmen zu sehen, ging ich weiter zur Spanischen Treppe, am Piazza di Spagna, wo die spanische Botschaft steht.
An, bzw. auf der spanischen Treppe ist immer etwas los. An diesem sonnigen Tag saßen Hunderte von Menschen auf den Stufen, Geschäftsmänner, die Zeitung lasen, Touristenfamilien, die einen Snack zu sich nahmen, aber vor allem: Pärchen. Wohin das Auge blickte, überall tummelten sich die Verliebten und boten hier und da einen solch, geradezu kitschigen Anblick, dass irgend etwas in mir automatisch ein Gefühl der Abscheu hervorrief. Ich stieg die Stufen hinauf und blickte vom Kopf der Treppe in die Ferne, auf die Häuserreihen die am Horizont, vom weißen Licht der Sonne bestrahlt, sich im Nichts aufzulösen schienen.

Anschließend spazierte ich weiter, mein Ziel war der berühmte Fontana di Trevi, der in zahlreichen Filmklassikern, beispielsweise in „La Dolce Vita“ vorkommt.

to be continued...
21.2.07 17:58


News...

Gestern vollendete ich meine Arbeit über Indische Philosophie und kam auf exakt 45 Seiten. YES! Es war viel Arbeit und ich bin stolz darauf sie beendet zu haben . Morgen werde ich sie feierlich meinem Philosophie-Professor vorlegen.
Die letzten drei Philosophiestunden handelten von Simone de Beauvoir und Frauenrechten und unser Prof machte unmissverständlich klar, wie lächerlich es von Männern ist, dass sie von uns Frauen erwarten, das wir uns so verhalten, wie sie das möchten, dass wir Frauen selbstständig sein müssen, usw. Er erzählt ab und zu von irgendwelchen Lesbenkolleginnen... Sind das Anzeichen für Homosexualität *g*? Ich würde es zu gerne wissen, denn er ist für mich immer noch knusprig, mind and body. Als er nach der Stunde die Klasse verließ, grinste er mich beim Hinausgehen noch einmal sehr vertraut an, hätte nur noch ein Zuzwinkern gefehlt. Nicht, dass ich mir tatsächlich einbilde, dass da je was laufen würde, aber hach... er ist einfach... meinen Ansprüchen entsprechend, dammit!

Meine Tante wurde von meinem Onkel (Kurzinfo: Ich wohne bei ihnen) vor einer halben Stunde ins Krankenhaus gefahren; sie erwartet das dritte Kind. Ich habe vier Geschwister, drei davon sind jünger als ich, aber ich habe noch nie die Geburt, bzw. das Aufwachsen eines Kindes in einem Alter miterlebt, in dem ich bei vollem Bewusstsein am Leben bin. Ich bin gespannt, sehr gespannt, allein darauf, ob es ein Junge oder ein Mädchen werden wird, wie es aussehen wird, wie sich das Verhalten der Familie verändern wird, sobald es Zuhause ist, vor allem das Verhalten der bisher Jüngsten. Ohje, die Verhaltensforscherin bricht wieder aus mir hervor, aber der Mensch ist einfach eine sehr interessante Kreatur, Aktion und Reaktion, sehr spannend.

Ich habe heute und gestern mit James telefoniert. Ich hatte lange nichts von ihm gehört und war etwas beleidigt, weil er, als mein bester Freund und Bruder, der mich früher jeden Tag anrief, sich so lange nicht gemeldet hat, also gab auch ich kein Lebenszeichen von mir und wartete ab, bis er von sich aus auf die Idee kommen würde, mich mal anzurufen. Sobald wir gestern redeten waren alle Bedenken verflogen, aufgrund seiner Art wie er mit mir spricht: Vertraut wie eh und je, ich muss mir also keine Sorgen machen. Er fragte zweimal nach, wann ich aus Rom zurück sei, damit wir uns mal wieder treffen. Ich verstehe schon, dass er einfach keine Zeit mehr hat, er arbeitet jeden Tag lange, ist täglich erst um 21h Zuhause, muss um 5 wieder aufstehen und sogar Samstag arbeiten und wenn er Zeit hat, verbringt er die verständlicherweise mit seiner Liebsten. Er laberte gegen Ende des Telefonates noch irgendwas von wegen Wohnungssuche auf die er sich nun begeben werde. Die Pläne mit mir zusammenzuziehen hat er wohl wieder verworfen, aber komischerweise verletzt es mich nicht. Wahrscheinlich weil ich ihn schon zu gut kenne, meinen James, und es schon geahnt habe, und außerdem gehen meine Pläne momentan sowieso in Richtung Studium in Wien, oder sogar tatsächlich Studium in Innsbruck.

Die Miezekatze rief aus Ägypten an und ist wohlbehalten angekommen. Ich bin gespannt auf ihren weiteren Reisebericht. Ägypten! Ich beneide sie, diese Kultur hat mich schon seit meiner Kindheit fasziniert.

Ich für meinen Teil werde Sonntags nach Rom aufbrechen. Weniger faszinierend als Ägypten, dennoch erwarte ich einige interessante Aspekte. Ich reise mit Elisa, einer langjährigen lieben Freundin, die ich aber in den letzten Jahren nur sehr selten treffe, weil sie zu der Sorte Mensch gehört, dir mir einfach ZU freundlich ist. Sie redet mit einer sanften, hohen Stimme, so verdammt freundlich und verständnisvoll, und ich traue ihr auch nicht zu, dass sie für verrückte, kranke Aktionen zu haben wäre... Sie ist ganz einfach zu normal für meinen Geschmack. Aber abwarten... wenn wir uns treffen, kommen wir recht gut aus und ganz egal, was sie vor hat, ICH werde mir in Rom den vollen Kulturschock geben!

Nach der Woche in Rom, nach den Semesterferien wird es wirklich ernst, was die Schule betrifft: Abschlussjahr, Abitur! Wenn ich alles richtig planen kann, werde ich gleich anschließend an Rom für 2-4 Tage in Innsbruck, in der Studentenbude der Miezekatze verweilen, die sie mir zur Verfügung stellt, um unabgelenkt auf den Biologie-Test zu lernen. 30-Seiten Skriptum über Genetik, wenn ihr mich fragt spinnt der Prof., der solche Ansprüche an AHS-Schüler stellt. Laut der Aussage meiner Tante von Gegenüber, die Medizin studiert hat ist das Uni-Material^^
Aber es hilft nichts: Der Stoff muss in mein Gehirn.

Morgen steht eine Mathe-Schularbeit an. Wirtschaftsmathematik und ich bin überhaupt nicht vorbereitet. Ich habe die Thematik bereits vor zwei Wochen aufgegeben aus purem Desinteresse, nicht weil ich es mit etwas Anstrenung nicht kapiert hätte. Was soll's, in der ersten Schularbeit hatte ich eine 2, ich kann also nicht auf negativ abrutschen. Allerdings werde ich mich am Ende des Schuljahres wieder über meine Zeugnisnote ärgern, die aus purer Motivationslosigkeit schlechter ist als sie sein müsste. Na ja, wen interessiert mein 8.-Klasse-Zeugnis nach meinem Studium denn noch? Ich hoffe niemanden.

Ansonsten geht es mir so-lala. Fazit des Telefongespräches mit Nadja: Männer sind Penner! Aber das ist ja nichts Neues. Nur mittlerweile langweilt mich deren offensichtliches Paarungsverhalten wirklich zu Tode. Ich habe einfach keinen Bock mehr, da mitzuspielen.
Zweites Fazit: T. ist ein Idiot. Allein schon dass er ein von Geld besessener Marxist ist, was an sich schon einen absolut lächerlichen Widerspruch darstellt, prahlt er auch noch die ganze Zeit damit, wie reich er sei und was er mir nicht alles kaufen und finanzieren würde (Whirlpool, Bibliothek,...) wenn ich ihn als meinen Lebenspartner wählen würde. Es ist erbärmlich, wie sehr er sich selbst verkauft. Gut, er ist absolut unattraktiv und hat es irgendwo nötig, aber an seiner Stelle würde ich lieber an meinem Körper arbeiten als darauf zu hoffen, dass irgendwann eine tolle Frau auftaucht, die mich für materielle Werte aushält. Ich werde es nicht sein, denn, abgesehen von seiner Unattraktivität geht er geht mir zu sehr auf die Nerven. Allein wie er an die Decke blickt und so komisch die Nase rümpft wenn er nachdent und spricht... Manche Leute haben Eigenarten für die man sie jedes Mal verprügeln könnte. Sie können nichts dafür, aber es gibt einfach menschliche Gestalten, die man Anfangs für intelligent, liebenswürdig und interessant hält und die sich nach spätestens zwei Wochen als nervtötende Idioten herausstellen. T. ist nicht das erste Exemplar, das mir von dem Typus über den Weg rennt, es scheint ein öfters vorkommendes Phänomen zu sein. Aber woran liegt es?!

Was meinen Vorsatz betrifft, morgens pünktlich aufzustehen, scheiterte ich heute morgen wieder fatalst. Keine Chance, egal, wie sehr ich mir vornehme und wirklich wünsche, aufzustehen, wenn der Wecker klingelt... ich stehe während ich schlafe auf, stelle ihn ab, gehe zurück ins Bett und schlafe weiter. No chance! Mein Körper verarscht mich einfach in letzter Zeit.

Wetterlage: Vor einer Stunde donnerte es plötzlich, jetzt regnet es. Es hat in diesem Winter erst einmal ordentlich geschneit. Fazit: Die Klimaerwärmung nimmt ihren Lauf. Beunruhigend, aber nicht verwunderlich, der Mensch schaufelt sich seit Jahrzehnten sein eigenes Grab.
9.2.07 00:08


Against all Logic

Mein Verstand kam mir abhanden, irgendwann zwischen Beginn des Doors-Konzertes und heute. Ich weiß nicht genau wo, aber auf jeden Fall ist er weg.
Ich bin nachtaktiv, ich kann nicht schlafen, my mind is on a roll...

Heute war ich mit den Ladys aus meiner Klasse im K-Shake, weil Angi 20 wurde. Wir haben abgefeiert, neue Leute kennengelernt,... es machte echt Spass. Auf dem Weg zum K-Shake, habe ich in Evas Auto einen Joint gedreht. Meli saß hinten: "Was riecht hier so?" "Marias Joint." "Was?? DU? Du drehst einen Joint?" "Jo." "Mit... Gras??" *lach* "Nein, mit Lavendel. Nur so um einen auf cool zu machen."
Sie kennt mich schlecht .
Martin, der Hip Hopper aus unserer Klasse, der etwas älter als wir alle, aber dafür auch umso krasser ist, einen BMW fährt, und Gras vertickt, war auch da. Von ihm hab' ich das Zeug. Er ist so unglaublich berechenbar männlich, dass ich jedes Mal wieder lachen muss. Beispielsweise heute. Martin unterhält sich gerade mit Dominik, Kathis Freund, sieht wie die Schwester von Angi abtanzt (wirklich hammer, das muss man ihr lassen), schaut sie an, steuert sofort auf sie zu und stellt sich eng vor sie, blickt von oben auf sie runter und labert irgendwas. Dominik und ich schauen uns an und fangen an breit zu grinsen. Was wohl in Martins Kopf war: "blabla.. woah, geil!... hiiii babeee"

Ansonsten geht es mir recht gut. Samstag war die Shadowplay-Party, bei der ich nun mit James und Karlheinz im Team bin, war absolut genial! Die süße Laura schwebt im 7. Himmel und James Freundin Sarah kann *richtig* schräg sein. Aber das mag ich.
Thomas sehe ich oft. Charakterlich wäre er genial, aber er ist einfach nicht mein Typ, und man kann nicht mit jemandem zusammen sein, der einem körperlich gar nicht anzieht. Das habe ich einmal probiert. Nun, und seit ich immer mehr merke, dass er auf mich steht, finde ich Kleinigkeiten an ihm, die ich nicht mag. Er sagt Dinge, um mir zu gefallen beispielsweise. Aber das ist normal, dass man sich "von seiner besten Seite zeigen" will, das mache ich natürlich auch, also nehme ich es ihm nicht übel. Sein Hang zur Soziopathie hingegen, ist schon manchmal beinahe Angst einflößend. Er riet mir an, feste Schuhe anzuziehen, und die Leute zu treten, die mich heute ins K-Shake schleppen, oder einen blöden Scheisskerl zu verdreschen. ICh würde nie auf so eine Idee kommen, ich bin kein gewalttätiger Mensch, obwohl ich mir im Geiste nette Szenarien ausdenken kann *muhaha*.
Nun... viel ist passiert, an wenig werde ich mich in einigen Jahren wirklich noch gut erinenn, also schließe ich hiermit ab.

Mein Herz vermisst immer noch jenen Typ mit dem Taperecorder, aber das ganze ist reine Illusion, wenn man es genau betrachtet.

Farewell

18.1.07 01:12


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Folge dem weissen Kaninchen
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